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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Jetzt sollen die Tretboote doch bleiben

03.05.2017

Oldenburg Die Stadt rudert beim Thema Bootsverleih zurück: „Die Tretboote auf der Mühlenhunte sollen auf keinen Fall aus dem Stadtbild verschwinden“, schreibt Stadtsprecher Reinhard Schenke. Die Stadtverwaltung erarbeite aktuell eine Kostenschätzung für die Erneuerung der Steganlage an der Hunte. So sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dieses Freizeitvergnügen weiter anbieten zu können.

Das hatte bis zum Wochenende noch ganz anders geklungen. Den Erben des Bootsverleih-Besitzers Ingo Schmidt war nahegelegt worden, den Kiosk abzureißen und den Steg zurückzubauen oder zu sanieren. Die Anlage passe nicht mehr ins Stadtbild, habe es geheißen. Die Erben, Christin und Dennis Schmidt, wollen den Verleih ohnehin nicht weiterführen und haben sich auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. In den sozialen Netzwerken und in Briefen an die NWZ hatte das Vorgehen der Verwaltung heftige Proteste ausgelöst. Doch nun sollen auf Vorschlag der Verwaltung Sanierungskosten zum Haushalt 2018 angemeldet werden. „Ob das vorhandene Gebäude in der jetzigen Form erhalten werden kann, wird geprüft“, schreibt Schenke weiter. Dies sei keine Frage der Gestaltung oder des Geschmacks, sondern lediglich des baulichen Zustandes. Die Stadt habe die Sondernutzungserlaubnis für den Betrieb entzogen, weil es zahlreiche schwere bauliche Mängel an der Steganlage gebe. „Stadt und Erben führen einvernehmliche Gespräche über die Abwicklung des Vertrages und die Kosten der Sanierung, bzw. Beseitigung des Steges“, teilt Schenke weiter mit. Die Stadt sei parallel zu den Erben auch auf der Suche nach einem neuen Pächter und führe in diese Richtung bereits Gespräche. Dem Vernehmen nach hat Oberbürgermeister Jürgen Krogmann schon im März innerhalb der Verwaltung angeordnet, die Steganlage und den Kiosk zu sanieren – mit dem Ziel, den stadtbildprägenden Bootsverleih zu erhalten. Diese Anordnung ist wohl nicht ernst genommen worden.

Und nicht nur unter den NWZ-Lesern, auch in der Parteienlandschaft hat das drohende Aus für den Bootsverleih ein großes Echo gefunden. Nach den Grünen hat sich auch die SPD zu Wort gemeldet. Die Stadt solle den Bootsverleih erhalten und alternative Betreibermodelle prüfen, schreiben Nicole Piechotta und Ulf Prange. In einem Antrag für den Bauausschuss fordert die CDU-Fraktion Auskunft darüber, die Hintergründe für die Entziehung der Sondernutzungsgenehmigung aufzuklären. „Der Tretbootverleih ist ein Stück Oldenburger Kulturgut und untrennbar mit dem Schlossgarten verbunden“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Esther Niewerth-Baumann und Olaf Klaukien. Und auch Christiane Ratjen-Damerau nimmt Stellung: „Die FDP-Fraktion wird sich auf jeden Fall für den Erhalt des Kiosks sowie den Bootsverleih einsetzen.“ Auch die Gruppe Die Linke/Piratenpartei ist daran interessiert, dass es an der Mühlenhunte auch in Zukunft einen Bootsverleih gibt. Vor allem die Aussage eines Verwaltungsmitarbeiters, der traditionelle Holzkiosk „passe nicht mehr ins Stadtbild“ und müsse daher abgerissen werden, wird hinterfragt.

Thomas Husmann Redakteur / Redaktion Oldenburg
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