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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Stadt will Punker beim Kleingartenverein ansiedeln

02.07.2014

Oldenburg Neue Heimat für Punker: Die Stadtverwaltung will den sogenannten Punkerplatz von der Stedinger Straße an den Hemmelsbäker Kanalweg in die Nähe des Drielaker Sees verlegen. Der dort ansässige Verein „Gartenfreunde Osternburg“ lehnt das Vorhaben jedoch ab. „Damit sind wir nicht einverstanden. Im Vorfeld hat auch niemand mit uns über das Vorhaben gesprochen“, sagt Vorsitzender Kai-Uwe Schmitz.

Es kommt für den Kleingartenverein laut Schmitz auch nicht in Frage, den Punkern die vorhandenen Strom- und Wasseranschlüsse zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Forderung war die Stadt in den vergangenen Tagen an den Verein herangetreten.

Zum Hintergrund: Der Punkerplatz ist ein in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommenes soziales Wohnprojekt, das das Jugendamt vor 15 Jahren startete.

Mitte der 90er Jahre hatten die Punker noch auf dem Gelände des früheren VfB-Stadions an der Donnerschweer Straße kampiert. Nach dem Abriss des Stadions waren die zumeist Jugendlichen am Waffenplatz in der Innenstadt zu finden. Aufgrund der vielen Beschwerden beauftragte der Jugendhilfeausschuss die Verwaltung, einen neuen Platz für die Punker zu suchen.

Zur Geschichte des Punkerplatzes

Die Wahl fiel 1999 auf ein städtisches Grundstück im Gewerbegebiet an der Stedinger Straße. Dort stehen die Container und Bauwagen der Punker bis heute. Laut Stadtverwaltung leben auf dem Gelände im Durchschnitt acht bis zehn Leute. Zu ihren Konzerten können die Punker laut eigener Aussage aber auch schon mal 200 bis 500 Besucher begrüßen.

Dass die jungen Leute jetzt umziehen sollen, liegt an den Plänen des Bundes, ein Wendebecken im Hafen bauen zu wollen. Für das 5,2 Millionen-Euro-Projekt wird die Fläche, auf dem sich der Punkerplatz befindet, benötigt. Baubeginn ist für 2015 angedacht. Das neue Wendebecken unterhalb der Eisenbahnbrücke soll Küstenmotorschiffen der neueren Generation das Anlaufen des Hafens ermöglichen.

Bei der Suche nach einem neuen Platz für die Punker wurde die Verwaltung am Hemmelsbäker Kanalweg fündig – etwa zwei Kilometer vom alten Platz entfernt. Vorgesehen für das Projekt ist ein 1800 Quadratmeter großes städtisches Grundstück beim Kleingartenverein.

„Mit dem Verein sind wir im Gespräch. Wir hoffen auf eine gemeinsame Lösung“, sagt Stadtsprecher Andreas van Hooven. Nach Möglichkeit solle der neue Punkerplatz in diesem Sommer hergerichtet werden.

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
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