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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Stadtbild wird schweren Schaden nehmen

20.10.2020
Betrifft: „Nach Leipziger Urteil ist Stadt am Zug“ (NWZ vom 16. Oktober)

„Das Stadtbild und damit die städtebauliche Identität unserer Stadt werden leiden“, äußert Oldenburgs Baudezernent öffentlich angesichts des Ausbaus der Schienenverbindung in Richtung Norden. Meint der gute Mann das ernst? Man kann vor dem Hintergrund, wie die kriegsunversehrte Stadt sich ohne Not bis in die Jetztzeit selber verstümmelt hat, nur noch den Kopf schütteln über jene Verantwortlichen.

Wer sich alleine die katastrophalen Stadtzerstörungen – von der Amalienstraße über den Paradewall bis hin zum überbordenden Stadtautobahnbau – Revue passieren lässt, dem wird bewusst, wie die Zerstörung einer „städtebaulichen Identität“ wirklich daherkommt. Der rücksichtslose Abriss der Auguststraßenkaserne in jüngster Zeit, die brutale Umgestaltung des Bahnüberganges an der Ammerländer Heerstraße – da regte sich kein Widerstand in der Stadtverwaltungsspitze. Und jetzt führt die Errichtung von Schallschutzwänden entlang der Gleise zu solchen Bewertungen? Komplett albern, finde ich das.

Eckehard Lüdke Kevelaer

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Nichts war umsonst! Die Entscheidung des BVWG ist aus Oldenburger Sicht definitiv als sehr schade anzusehen. Die einmalige Chance, Schienengüterverkehr nicht mehr, oder zumindest sicherer, durch die Wohngebiete Oldenburgs zu führen, ist damit auf die ferne Zukunft verschoben. Auch wenn hier wohl nach gültigem Recht entschieden wurde, ändert dies nichts an der Unvernunft dieser Maßnahme. Die Klage war dennoch unvermeidlich, um Klarheit zu schaffen und nichts unversucht zu lassen.

Hoffen wir nun, dass es in Oldenburg bis zu einer wirklich vernünftigen Lösung zu keinem Unfall, vor allem mit Gefahrstoffen, kommen wird. Erst dann wird man wohl erkennen und diskutieren wie ein solch schreckliches Szenario hätte verhindert werden können und sich erinnern, dass wackere Bürger mit überschaubaren Mitteln damals alles versucht haben, Gefahrgüter und unnötigen Lärm aus der Stadt heraus zu halten. Denn dies wäre sehr wohl möglich und machbar gewesen. Diesen Leserbrief kann man dann vielleicht wieder hervorholen und neu bewerten. Die Entscheidungsträger der Befürworter von heute werden dann wohl nicht mehr in Amt und Würden sein, mit Ruhm hat man sich zumindest nicht bekleckert. Mit der jetzt kommenden Transitstrecke durch Oldenburg müssen nun Generationen leben. Leider.

Bernd und Susanne           Hufnagel Oldenburg

Jetzt darf die Bahn, wie in PFA1 ohne Einschränkungen genehmigt, dauerhaft mit Zustimmung der Niedersächsischen Landesregierung, das über Jahrhunderte gewachsene „Oldenburger Stadtbild“ von Bahnkilometer 0,84 bis 9.72 zerstören. Die Gesundheit der Anlieger und weiterer Betroffener darf auf vielfältige Weise beeinträchtigt werden. Verkehrsbehinderungen und Immobilienverluste sind zu akzeptieren. Über zehntausend Einwendungen wurden nicht berücksichtigt.

Oldenbürger können sicherlich erträglich mit einer über 9 Meter (inklusive Bahndamm) hohen „Graffiti-Schmierer-Schallschutz-Trennwand“ über viele Kilometer im Stadtgebiet leben. Es fehlen auch noch viele besohlte Bahnschwellen gegen die Erschütterungen, ob die helfen, sei dahingestellt. Nervig dagegen ist das einrütteln der diversen Fundamente.

Hoffentlich stellt man zeitnah fest, dass die Pferdemarktbrücke und die Rollklappbrücke brüchig werden – dann herrscht weitestgehend „Ruhe“. Sehr zum Leidwesen der IHK.

Manfred Kröger Oldenburg

Das lang erwartete politisch bedeutsame Urteil des BVerWG ist nun nach ca. 10 Jahren der Auseinandersetzung ergangen. Die Richter entscheiden sich dafür, dass die DB Netz den Ausbau einer 170-jährigen Bestandstrasse durch Oldenburg vornehmen darf. Die Begründung des Urteils bleibt abzuwarten.

(...) Wenn weder eine mit weiteren Auflagen versehene Ausbauplanung noch die städtebaulich bessere Umfahrung der Stadt für den Güterverkehr vom BVerwG verfahrensrechtlich anerkannt wurde und die DB-Netz jetzt das ihr erteilte Recht umsetzen kann, die Bestandstrasse auszubauen, dann ist damit die Diskussion eröffnet worden, wie mit dem Urteil und den Folgen daraus umgegangen wird.

Die ca. 11 400 Einwendungen der Stadt und der Bürger zu zahlreichen verkehrlichen, städtebaulichen Themen und Aufgaben, die die Stadt real und prognostisch betreffen, sind nicht unwahrer geworden, wenn das BVerwG aus Verfahrensgründen der Stadt Oldenburg die für sie notwendige Umfahrung nicht per Urteil zusprechen kann. Das sollte jedem klar sein, der den Prozess der Klage als ernsthaft angesehen hat und weiß, worum es ging.

Um den Schienenverkehr und den Straßenverkehr zu entlasten und neben den Personenverkehren der DB-Netz und der NW-Bahn den erforderlich hohen Takt einer dringend benötigten Stadt- und S-Bahn auf den Schienenwegen durch die Stadt zu ermöglichen, wird das Projekt einer Umfahrung von Oldenburg für den Güterverkehr weiter zu verfolgen sein.

(....) Über die Folgen aus dem Urteil und notwendige Lösungswege aus Sicht der Stadt und der Region mit Hannover und Berlin das Gespräch zu suchen, sollte mehr als opportun sein. Die allseits geforderte Klimaschutz- und Verkehrswende braucht keine ewig gestrige Verkehrspolitik. Sie bedarf auch keines Aufschubs mehr. Sie benötigt für die Einhaltung der Klimaschutzziele eine intelligente Stadt- und Regionalplanung im Umgang mit der Stadt, den Bürgern und der Natur.

Dieter Winkler Oldenburg

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