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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Hohe Dunkelziffer: Oldenburger setzen Zeichen gegen Gewalt an Frauen

25.11.2015

Oldenburg Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter: Das kann bei sexistischer Sprache beginnen und sich steigern bis zu häuslicher Gewalt mit Schlägen und Zwangsprostitution. Gewalt trifft Frauen jeden Alters, aller Nationen, jeder Religion und jeder sozialen Schicht. Diese Erfahrung schildern die Helferinnen und Helfer – sowohl die professionellen wie auch die Ehrenamtlichen.

Wiebke Oncken, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, erklärt: „Mit der Aktion ‚Der richtige Standpunkt gegen Gewalt‘ setzen wir gemeinsam mit Oldenburger Persönlichkeiten sowie Einwohnerinnen und Einwohnern ein deutliches Zeichen gegen diese Menschenrechtsverletzung. Öffentliche Bekenntnisse mit einem klaren Standpunkt gegen Gewalt an Frauen machen diese sichtbar und verdeutlichen, dass Gewalt in unserer Gesellschaft nicht toleriert wird.“

Frauen aus dem gewalttätigen Zuhause retten, Multimedia-Reportage der Serie „Ehrensache“

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Aber es gibt sie: Im Jahr 2014 hat das Autonome Frauenhaus 78 Frauen und 65 Kindern Schutz geboten, ein Rückgang im Vergleich zu Vorjahren. Allerdings konnten auch 152 Frauen und 134 Kinder nicht aufgenommen werden, da zum Zeitpunkt der Anfrage alle Plätze besetzt waren. Die Frauen bleiben länger, weil sie keinen günstigen Wohnraum in der Stadt finden. „Wir werden umbauen und ein weiteres Zimmer für gewaltbetroffene Frauen und Kinder schaffen, aber das reicht nicht aus“, erklärt Frauenhaus-Mitarbeiterin Anja Kröber und verweist darauf, dass 18 Plätze fehlen, seit das AWo-Frauenhaus geschlossen wurde.

Die niederschwellige Beratungsstelle Olena (von der Stadt gefördert und in Trägerschaft des Autonomen Frauenhauses) wendet sich seit 2014 an gewaltbetroffene Migrantinnen und geflüchtete Frauen. Thea Maglakelidze berät dort auf Russisch und Georgisch. „Die Klientinnen fühlen sich sicher und gut aufgehoben, wenn sie in ihrer eigenen Sprache erzählen können“, sagt sie. Unterstützt wird sie bei Bedarf von anderen Muttersprachlerinnen. 52 Frauen aus mehr als 20 Herkunftsländern suchten hier 2015 Unterstützung.

Seit 2006 kümmert sich die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) um Frauen. 423 „Fälle“ wurden hier 2014 aktenkundig. Biss-Leiterin Gisela Stockem geht aber davon aus, dass das Dunkelfeld noch immer bei 90 Prozent liegt.

In der Stadt Oldenburg können sich gewaltbetroffene Frauen außerdem noch wenden an die Organisationen: Wildwasser, die Opferhilfe, den Weißen Ring sowie weitere Ehe- und Familienberatungsstellen.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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