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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Straßennamen: Viele Anlieger freuen sich über gewohnte Adresse

07.07.2015

Oldenburg In der Hindenburgstraße sind die meisten glücklich: Ihre Straße darf den Namen behalten. „Ich bekomme täglich Anrufe von Bürgern, die uns gratulieren“, berichtet Sybille Fuhrberg, Vorsitzende des Bürgervereins Oldenburg-Stadtmitte und der Werbegemeinschaft Dobbenviertel. Ganz anders denkt Hiltrud Neidhardt, Anliegerin der August-Hinrichs-Straße. Die Grünen-Politikerin hätte sich gefreut, wenn nicht nur die Hedwig-Heyl-Straße, sondern auch die August-Hinrichs-Straße und die Hindenburgstraße neue Namen bekommen hätten.

Ganz unterschiedlich sind also die Reaktionen auf den Ratsbeschluss, bei dem am vergangenen Montag mit einer Mehrheit aus Grünen, Linken, Pirat und Teilen der SPD dafür gestimmt worden war, den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg (1847-1934) und den Heimatdichter August Hinrichs (1879-1956) als Namenspaten von Straßen zu behalten, die Bremer Politikerin Hedwig Heyl (1850-1934) hingegen zu streichen (NWZ  berichtete).

Peter Bargmann (57) lebt seit 1979 in der Bürgerfelder Hedwig-Heyl-Straße. „Vielleicht hätte man mit der Zeit, die man darüber diskutiert hat, etwas Sinnvolleres tun sollen“, meint er. „Wir haben andere Probleme, wenn ich an die Wohnungsnot denke oder an die Unterbringung der Flüchtlinge.“ Da sei die Straßennamendebatte absolut vernachlässigenswert.

Eine 25-jährige Anwohnerin hingegen, die namentlich nicht genannt werden möchte und seit fünf Jahren in der Straße wohnt, findet es richtig, dass die Straße einen neuen Namen bekommt. „Die Diskussion darüber hat mir viel zu lange gedauert.“ Das hätte man schon eher machen sollen, findet sie.

Angela Holz, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Nordwest-Bloherfelde/Bürgerfelde/Dietrichsfeld meint, dass es wichtig sei, auf die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung auch Taten folgen zu lassen – etwa mit Blick auf die rassistischen Tendenzen der Bremer Politikerin. „Mit der Umbenennung der Hedwig-Heyl-Straße wird die nach heutigen Maßstäben ungerechtfertigte Ehrung somit folgerichtig korrigiert“, sagt sie. Diese Ansicht teilt auch SPD-Ratsherr Christoph Sahm. Er ist allerdings enttäuscht darüber, dass es in der SPD keine Mehrheit dafür gab, auch die Hindenburgstraße umzubenennen.

Das ist nun genau der Grund, aus dem die Hindenburgstraßen-Anlieger ein Fest feiern – vermutlich auf dem Cäcilienplatz. Für Sybille Fuhrberg ist die Umbenennung ein „Bauernopfer“. Wäre die Hindenburgstraße umbenannt worden, hätte sie das als Angriff auf das Dobbenviertel gewertet. „Eine Nelson-Mandela-Straße passt hier einfach nicht.“

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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