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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Unterstützung In Oldenburg: Platz im Frauenhaus reicht bei weitem nicht aus

25.11.2016

Oldenburg Schockiert blickten viele Anfang der Woche nach Hameln, wo ein Mann seine Ehefrau an ein Auto gebunden und durch die Stadt fast zu Tode geschleift hatte. Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Gesichter und muss nicht so brutal daherkommen. 66 Frauen und 52 Kinder suchten 2015 im Autonomen Frauenhaus in Oldenburg Zuflucht.

Doch noch dramatischer sind die Zahlen jener, die dort nicht aufgenommen werden konnten, da schon alle Plätze besetzt waren: 128 Frauen und 167 Kinder mussten abgewiesen werden, da alle Betten bereits vergeben waren. „Für 2016 wird die Bilanz noch dramatischer ausfallen“, berichtet Anja Kröber, Mitarbeiterin im Oldenburger Frauenhaus.

Für die Kolleginnen und vor allem für die schutzsuchenden Frauen sei es extrem belastend, wenn in dem Haus kein Platz frei sei, obwohl jemand in Not dort Zuflucht suchen möchte. Anja Kröber und ihr Team finden es beschämend, dass es 40 Jahre nach Gründung der ersten Frauenhäuser in Deutschland noch immer Landkreise und Städte ohne Frauenhaus gibt.

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„Frauen und Mädchen, die Gewalt erfahren, leiden nicht nur körperlich, sondern auch psychisch enorm unter den Folgen der Gewalt – häufig ihr gesamtes Leben“, erklärt Wiebke Oncken, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg. „Es ist unser aller Aufgabe, häusliche und sexualisierte Gewalt zu ächten und zu bekämpfen, nur so können wir als Gesellschaft weiteres Leid von betroffenen Frauen und Mädchen verhindern.“

Selbst erfahren hat das Studentin Johanna (Namen geändert). Sebastian und sie lernten sich an der Uni kennen und verliebten sich ineinander. Nach einem Jahr zogen sie zusammen. „Zunächst war alles super“, sagt Johanna. Nach einigen Monaten wurde Sebastian immer eifersüchtiger und kontrollierte sie ständig. Eines Abends überraschte Johanna Sebastian, wie er ihr Handy checkte. Empört stellte sie ihn zur Rede. Wütend schrie er sie daraufhin an und schlug sie ins Gesicht. Johanna verließ sofort die Wohnung und suchte im Frauenhaus Hilfe. Übergangsweise konnte sie dort bleiben, zog dann aber zu einer Freundin, da Sebastian es ablehnte, sich gemeinsam beraten zu lassen und sie sich zwei Mieten nicht mehr leisten konnte.

Renate Vossler, stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte, erklärt dazu: „Wie Johanna ergeht es jährlich vielen Frauen: Sie können sich den Schutz eines Frauenhauses nicht leisten, weil ihr Einkommen nicht ausreicht und sie keinen Anspruch auf Sozialleistungen haben.“

Beratungsstellen

 BISS Beratungs- und Interventionsstelle bei Häuslicher Gewalt, Tel. 23 53 798

Olena Beratungsstelle, Tel. 23 53 490

 Frauenhaus, Tel. 4 79 81

 Kinderschutz-Zentrum, Tel. 1 77 88

 Wildwasser, Tel. 166 56

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
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