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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wandel und Wechsel in Welt und Wurst

27.02.2013

Oldenburg /Berlin Nichts ist so beständig wie der Wandel. Da macht auch das „Defftig Ollnborger-Gröönkohl-Äten“ in Berlin keine Ausnahme: Es lebe der neue Kohlkönig – ein leutseliger Saarländer von barockem Format – und ohne Doktortitel. Bundesumweltminister Peter Altmaier löste am Montagabend vor 350 Gästen in der Niedersachsenvertretung EU-Kommissar Günther Oettinger ab und passt prächtig auf den Thron: Er kann kochen, Radfahren und hat gute Verbindungen. Der Neue kündigte auch gleich Veränderungen an. Wenn er sein Volk besucht, soll’s zum Grünkohl statt der Kochwurst die Lyoner geben – eine Art Fleischwurst aus seiner Heimat.

Wechsel und Wandel war auch das Thema bei OB Gerd Schwandner. Und der verlas gleich einen Wünscheplan, den der neue Schirmherr und Ministerpräsident in Niedersachsen, Stephan Weil, erfüllen soll: 1. unterirdische Bahnumgehung, 2. Gebietsreform, um den Speckgürtel mit Rastede und Bad Zwischenahn einzugemeinden sowie 3. die Erweiterung der European zur Global Medical School. „Schließlich brauche ich neue Gründe für Dienstreisen.“

Ein Wechsel aber soll nicht kommen: „Dass es im nächsten Jahr Tofu-Wurst zum Grünkohl geben wird, ist nicht vorgesehen,“ versicherte Regierungschef Stephan Weil in einem unerwartet lockeren Grußwort. Das habe er mit Landwirtschaftsminister Christian Meyer schon besprochen. Der beließ es übrigens bei Kohl mit Kartoffeln und verschmähte Kassler und Pinkel.

Der abdankende schwäbische Kohlkönig machte zu seinem Abschied allen noch ein Geschenk und meinte „Oldenburg ist die am meisten unterschätzte Großstadt“. Um den Energiewandel mitzugestalten, lud der König nach Brüssel ein – außerdem spekuliert er auf ein Familiengrab in Oldenburg.

Reisen hatte auch den neuen Großen Kurfürsten (den Bremer Staatsrat Hans-Henning Lühr) in Sachen Grünkohl gebildet – was der gern und umfänglichst mitteilte. Viele Rezepte hatte er zusammengetragen. Und so musste er lange, lange reden, bis er zu Potte kam. Bremer Braunkohl ist doch ein anderer Schnack.

Der neue Kohlkönig entlarvte den Thronredner gleich als Bremer, da jener „Moin, moin“ gesagt hatte. „Wir Oldenburger reden nicht soviel, uns reicht ein Moin.“ Mit Ministerpräsident Weil wollte Altmaier gleich einen Pakt abschließen. Wenn der dafür sorge, dass die Strompreisbremse durchgehe, dann wolle er für den Grünkohl als nachwachsenden Rohstoff eine eigene Förderkategorie schaffen.

Und an diesem Wandelhandel wurde bis weit nach Mitternacht gearbeitet. Und so war auch für den neuen Kohlkönig die Nacht kurz.

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