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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Warum Trump auch sein Gutes hat

02.06.2017

Oldenburg Obwohl alle eine andere Sprache sprechen, können sie sich auf Englisch verständigen. In Hemd oder Bluse mit Jackett sitzen Pavel, Lili und Raoul zusammen in der Sonne vor dem Herbartgymnasium und diskutieren über Weltpolitik. Die drei sind internationale Teilnehmer des diesjährigen Planspiels Olmun.

Lili Sarkadi-Nagy ist 15 und kommt aus Ungarn. „Ich bin dieses Jahr das erste Mal dabei. Ich möchte vor allem mein Englisch verbessern und selbstbewusster werden.“ Raoul Jutstra kommt aus den Niederlanden. Der 18-Jährige ist schon zum vierten Mal dabei. „Es macht mir vor allem Spaß“, sagt er. In der Sonne wird es immer wärmer, er zieht sein Jackett aus. „Mich interessiert Politik einfach und wie Leute die Welt sehen“, erzählt der dritte im Bunde. Pavel Chemar ist 17 und lebt in Russland.

Obwohl sie noch so jung sind, haben sie schon eine sehr gefestigte Meinung über die Weltpolitik. Als es darum geht, dass viele der europäischen Länder sich nationaler orientieren und sich von der Europäischen Union immer weiter entfernen, meint Raoul: „Es wird nicht funktionieren. Gerade für den Protektionismus es ist wichtig, zusammenzuarbeiten.“ Doch er sieht eine positive Entwicklung in den neusten Wahlen, besonders in Frankreich. Er hat eine interessante Theorie dazu und lacht: „Eine gute Sache könnte Donald Trump an sich haben. Er gerät von einem Konflikt in den nächsten. Ich glaube, das bringt die Menschen hier auf den richtigen Weg, er dient als Abschreckung.“

Ein weiteres wichtiges Thema der Diskussion ist Demokratie. Pavel sagt: „Ich darf das vermutlich gar nicht sagen, aber in Russland kontrolliert die Regierung die Meinung der Bürger und es fehlt eine Opposition.“ Auch Lili bemängelt: „In Ungarn gibt es teilweise nicht genug Möglichkeiten, sich zu informieren.“

Plötzlich muss Pavel gehen. Einem Freund geht es schlecht. Er muss ihm helfen, da er der einzige ist, der ebenfalls aus Russland kommt. Fürs Foto bleibt keine Zeit. Die anderen reden weiter.

Besonders aktuell ist auch die Flüchtlingsthematik. „Viele vergessen, dass sie auch Menschen sind, die unsere Hilfe brauchen“, sagt Lili. Raoul nickt. „Es ist sogar unsere Pflicht, ihnen zu helfen“, ergänzt er. „Viele denken, die Flüchtlinge sind Terroristen und haben Angst vor ihnen“, sagt Lili. Auf die Frage, ob die beiden Angst vor Terrorismus haben, antwortet Raoul: „Nein ich habe keine Angst, man darf sich nicht einschränken lassen.“


Olmun-Spezial     www.nwzonline.de/olmun-oldenburg 

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