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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Weißenmoor einzigartig in der Stadt Oldenburg

03.01.2018
Betrifft: „Gefährdete Tierarten im Weißenmoor“ (NWZ vom 12. Dezember) und „Neue Straße führt durch Biotope“ (NWZ vom 13. Dezember)

(...) Das Weißenmoor ist einzigartig in Oldenburg, ein Lebensraum mit Waldflächen, Sümpfen, Nasswiesen, Grünland, Wallhecken, großen Bäumen und idyllischen Halballeen, u. a. am Reekenweg und am Bürgerbuschweg. Die vorhandene Bebauung hat einen ländlichen Charakter. Neben anderen bedrohten Tierarten lebt hier noch ein einziges Kiebitzpaar. Kiebitze stehen als stark gefährdet (Kat. 2) weit oben auf der Roten Liste. (...)

Durch Entwässerungsmaßnahmen, Grünlandumbruch, Bau- und Verkehrsprojekte verschlechtern sich die Lebensbedingungen in den angestammten Brutgebieten (...) zunehmend. Im aktuellen Landschaftsrahmenplan sind die gefährdeten Arten im Weißenmoor genau dokumentiert: Neben dem Kiebitzpaar die ebenfalls gefährdeten Brutvogelarten Grünspecht, Gartenrotschwanz und Rauchschwalbe, der vom Aussterben bedrohte Kleinabendsegler und die stark gefährdeten Fledermausarten Bartfledermaus, Abendsegler und Breitflügelfledermaus. (...)

Darüber hinaus misst das Büro Moritz-Umweltplanung dem Weißenmoor eine hohe Bedeutung für Amphibien zu. Erfasst wurden 20 bis 30 Seefrösche, 900 Erdkröten und eine hohe Zahl von Grasfröschen. Um deren Lebensraum zu schützen, empfiehlt das Büro die Bebauung im Weißenmoor nicht auszuweiten und bewertet ein Gebiet von ca. 90 ha als landschaftsschutzwürdig. Das ist den Ratsmitgliedern bekannt. (...)

Gabriele Fröllje
Oldenburg

Seit mehr als 20 Jahren ist das Thema „Baugebiet Weißenmoor/Südbäke“ in der Oldenburger Öffentlichkeit regelmäßig präsent. Zur Jahrtausendwende gab es sogar fertige Pläne der Politik und Verwaltung, die große Teile der „Grünen Lunge“ in Bauland verwandelt hätten. Durch beherzte Anwohnerproteste und Bürgerinitiativen konnte damals der Verlust (...) verhindert werden.

Aber leider ist aufgeschoben nicht aufgehoben: Oldenburg wächst und nachdem die Verwaltung in den letzten Jahren versucht hat, einen halbwegs tragfähigen Kompromiss auszuarbeiten zwischen den Interessen der Anwohner im Weißenmoor und dem Wunsch vieler Familien nach bezahlbarem Wohnraum, wird dieser nun durch einen drohenden Ratsbeschluss vielleicht zunichte gemacht.

In einem beispiellos intransparenten Prozess hat die Oldenburger GroKo einen Antrag an Frau Nießen gestellt, die ohnehin schon umfangreiche Bauplanung im Weißenmoor noch auszuweiten. Die Erweiterungspläne von CDU und SPD torpedieren das Bestreben der Verwaltung, den Naturraum Weißenmoor weitgehend zu erhalten. (...) Spätestens seit der letzten Bauausschuss-Sitzung ist klar, dass sich Widerstand regt. (...)

Sollte der Antrag in der jetzigen Form durchgesetzt werden, würde der größte Naturraum Oldenburgs mitten im Stadtgebiet empfindlich verkleinert. (...) CDU und SPD müssen dringend mehr Transparenz zeigen. (...)

Prof. Dr. Andreas Haja
Oldenburg

Wo sie Recht haben, haben sie Recht! Die dubiose Bebauungsplanung der Südbäkenniederung löst nicht nur bei Naturschützern und Anliegern Unbehagen und Besorgnis aus! Wir wohnen im Sackhofsweg/Milanweg und betrachten die Stadtplanung mit Sorge, weil das Landschaftsschutzgebiet mit Salamitaktik (...) reduziert wird! Die letzte Reihe der ostwärtigen Seite des Milanweges sollte zum Schutz der Südbäke ausdrücklich nicht bebaut werden – tatsächlich wurden dort überraschend noch vier Reihenhäuser von der Baufirma Kullmann errichtet. (...)

Wo waren die „Grünen“, als es damals darum ging, die Gartenstadt Oldenburg vor dem Beschluss (...) zu bewahren, eine Bauverdichtung mit bis zu fünf hintereinander liegenden Häusern mit einem Grenzabstand von 2,5 Metern und damit die massenweise Versieglung von Flächen im Stadtgebiet zu verhindern?! (...) Wer mahnt ständig vor Luftverschmutzung und bleibt bei der Rodung des Großen Bürgerbusches von mehr als Tausend Rotfichten untätig? Man könnte die Beispiele versäumter Umweltaktivitäten des Rates locker fortführen – leider in der Erkenntnis, dass es keine systematische, (...) nachhaltige Umweltpolitik in Oldenburg gibt.

(...) Die Grünen betreiben allenfalls „Umwelt-Speach“ ohne ganzheitliches Konzept! (...) Als „Urgrüner“ bin ich nicht mehr bei euch, weil ihr Besorgnisse formuliert, aber politisch selektiv agiert! Schafft glaubwürdige, bevölkerungsnahe Konzepte (...) – und verhindert die unsinnige, weitere Bebauung des Weißenmoores/Südbäkeniederung. (...)

Volker Meyer
Oldenburg

Menschliches Zusammen-Leben bedeutet letztlich immer: gesunder fairer Kompromiss zwischen den divergierenden Interessen.

Wer sich ein wenig mit der grünen und bebauten Region um die Weißenmoorstraße / Sackhofsweg auskennt, weiß dass hier seit über 20 Jahren um eine ausgewogene Lösung gerungen wird. Unsere Stadtverwaltung hat dieses Procedere (...) mutig und abgewogen in die Hände genommen.

(...) Letztlich haben die Befürworter „der grünen Lunge“ (...) in der aktuellen Planung erreicht, dass ca. 90 bis 95 % der Gesamt-Planungs-Fläche grün bleiben! (...) Ein toller Erfolg für eine weitere „grüne Lunge“ (...) in einer Stadt, die von u.a. ammerländischen und wesermarschlichen grünen Lungen nur so umzingelt ist und bereits 55 grüne Landschaftsschutzgebiete in ihren Stadtgrenzen hat! (…)

Insgesamt sind 25 % der Fläche der Großstadt Oldenburg unter Landschaftsschutz gestellt! Also, die Kirche muss im Dorf bleiben und unser geliebtes Oldenburg bleibt weiterhin – was Ofenerdiek, das Swarte-Moor, das Weißenmoor und umzu betrifft – was es immer war: schön, grün und ganz schön groß.

… und lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen mit extrem verzerrenden Darstellungen … das Wittemoor und umzu bleiben groß genug (ca. 90 Hektar! Grün) und verbunden genug, um eine gute Funktion in faunistischer Hinsicht zu erfüllen! (...)

Dr. Ulrich Wick
Oldenburg

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