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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wo die Hoffnung wieder zuhause ist

11.03.2016

Oldenburg „Egal, wie tief wir fallen – wir werden uns wiederfinden und aufstehen!“ Der kurdische Dichter Xebat Shakir hat diese Worte im Jahr 2014 geschrieben als Reaktion auf Terroranschläge, die Kämpfer des so genannten Islamischen Staates in der syrisch-kurdischen Selbstverwaltungsregion Rojava verübt hatten. Er trug diese Zeilen am Donnerstagnachmittag mit großer Inbrunst in seiner Landessprache im Oldenburgischen Staatstheater vor. Die beiden Schülerinnen Katlene und Milena aus dem 11. Jahrgang der IGS Helene-Lange-Schule lasen für die Zuhörer die deutsche Fassung vor.

Anlass war die Eröffnung der Ausstellung „Back to Rojava“ im Theaterfoyer, die auf Initiative der beiden Projektgruppen „Schule ohne Rassismus“ der Oberschule Eversten (OBS) und der Helene-Lange-Schule (HLS) gezeigt wird. Der stellvertretende OBS-Leiter Hartmut Denker dankte Theaterintendant Christian Firmbach für die Möglichkeit, auf das Solidaritäts- und Schulpartnerschaftsprojekt zwischen den Oldenburger Schulen und die nordsyrische Grenzstadt Kobanê aufmerksam machen zu können. Das Projekt, das von den Lehrkräften Birgit Zwikirsch (OBS) und Christian Katz (HLS) betreut wird, trägt den Titel „Jiyana nû – Neues Leben“. Gemeinsam haben beide Schulen im vergangenen Jahr 18 000 Euro zusammengetragen und Spenden für Flüchtlinge gesammelt. „Der IS verfolgt rassistisches Denken. Sich gegen Diskriminierung und für ein gleichberechtigtes Zusammenleben einzusetzen, passt genau zu einer Schule ohne Rassismus“, begründete OBS-Neuntklässlerin Mirja das Engagement, das sie mit ihren Mitschülerinnen Sheila und Alina vorstellte.

Mark Mühlhaus vom Fotografen-Kollektiv „Attenzione“ dokumentiert für die Hilfsorganisation „Medico International“ in der Foto-Ausstellung auf 25 eindringlichen Bildern das Leben in Flüchtlingslagern, die Rückkehr in die vom IS befreite Stadt Kobanê, die Trauer um getötete Kämpferinnen und Kämpfern, die provisorische medizinische Versorgung und den Alltag in den zerstörten Gebieten.

Meike Nack gab den Bildern durch eigene Schilderungen eine persönliche Note. Die Oldenburgerin hat ein Jahr in der Region Rojava gelebt. Sie kennt Kobanê durch ihre Arbeit für eine Stiftung zur Unterstützung von Frauen und Kindern. Seit der erfolgreichen Verteidigung gegen die IS-Angriffe seien bereits zwei Drittel der Bevölkerung in die zu 80 Prozent zerstörte Stadt zurückgekehrt. Kobanê gilt als „Hoffnungsstadt“.

Nicht nur beim Kampf gegen den IS, sondern auch beim Wiederaufbau würden Frauen eine Vorreiterrolle einnehmen: „Sie bestimmen in allen Bereichen mit.“ Der Wiederaufbau werde jedoch durch Grenzschließungen extrem behindert. Sogar Hilfslieferungen werden an der nördlichen Grenze von der Türkei gestoppt, kritisierte Meike Nack.
  Die Ausstellung „Back to Rojava“ ist bis Mittwoch, 23. März, im Foyer des Staatstheaters zu sehen. Sie kann zu den Café- und Kassenöffnungszeiten (Dienstag bis Freitag, jeweils 10 bis 18 Uhr, und Sonnabend, 10 bis 14 Uhr) sowie vor den Vorstellungen besucht werden. Der Eintritt ist frei.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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