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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Wo die Truppenküche zur Kita wird

23.11.2015

Oldenburg Bürger planen einen neuen Stadtteil: Konkrete Vorschläge wurden erarbeitet beim Innovationscamp im ehemaligen Casino-Gebäude auf dem Fliegerhorst. Ulrich Fortmann vom Stadtplanungsamt zeigte sich zufrieden mit den Ergebnissen. „Damit gehen wir jetzt in Klausur und freuen uns auf das nächste Informationscamp am 13. Februar 2016“, so der Stadtplaner. „Es ist in der Vergangenheit mit Hilfe der Bürger schon sehr viel geleistet worden, so dass wir heute nicht von vorne anfangen müssen“, sagte auch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in seiner Begrüßung. „Wir wollen heute wenigstens einen Teil der Zukunft Oldenburgs gestalten.“

Die „Stadtwerkstatt Fliegerhorst“, ein für den neu entstehenden Stadtteil konzipiertes Beteiligungsverfahren, hatte bereits im Juni Empfehlungen und Strategien erarbeitet. Dazu zählten zehn verbindliche Leitlinien, die Grundlage für das Informationscamp waren. 100 Teilnehmer nutzten die Ideen einzelner als gemeinsame Ressource für Neues.

Drei Impulsreferate von Experten lieferten den Einstieg für drei Arbeitsgruppen, die ihre Vorstellung vom „Stadtteil“ Fliegerhorst im Jahre 2030 (und danach) entwickelten. Tristan Harms (15) und Michael Galuska (15) (IGS Kreyenbrück) hatten konkrete Ideen. „Ich habe mich dafür eingesetzt, dass der Wohn- und Wirtschaftsbereich getrennt wird und genügend Freizeitangebote entwickelt werden“, meinte Tristan. Michael forderte keine Autos in den Wohngebieten. „Und wo es nicht anders geht soll höchstens eine Geschwindigkeit von 20 km/h genehmigt werden“, so der Schüler.

Man wünschte sich, dass nicht das gesamte Gelände sofort verplanen werde, um später etwas anpassen zu können. Auch Baudezernentin Gabriele Nießen unterstützte diese These. „Die Neubauten müssen in den alten Bestand behutsam integriert werden“ so Architekt Steffen Wurzbacher (performative architektur) aus Stuttgart.

Mehrere Arbeitsgruppen lieferten Vorschläge: Unter dem Motto „Wiedererkennbarkeit des Fliegerhorstes“ wollte man die Bäkeniederung zurückbauen und eine Verbindung zum Kleinen Bürgerbusch schaffen. Die alte Wache sei das Gesicht des Fliegerhorstes, hieß es. Der „Tower“ könnte auch weiterhin als weit sichtbarer „Leuchtturm“ dienen und ein Café enthalten.

Auch gab es die Vorstellung der kleinteiligen Baustruktur. In der Truppenküche könnte eine Kita oder eine Schule entstehen. Unter dem Motto „Bunter und junger Stadtteil“ wollte man die langen Straßenachsen „aufbrechen“ und Gemeinschaftshöfe fördern.