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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Politik

Zuständig für guten Geschmack

19.06.2013

Oldenburg Fertiggericht, Brot, Keks, Kaffee-Extrakt, Fruchtgetränkepulver, Kaugummi, Erfrischungstuch, Streichhölzer . . . : 19 Positionen listet der Packzettel für die berühmten Einmannpackungen („EPAs“) auf. „Das Programm wurde festgelegt als Bedarf für einen Soldaten an einem Tag“, berichtet Peter Hauck. Als Leiter des Verpflegungsamtes ist der 54-Jährige seit vergangenem Jahr für die Verpflegung in der Bundeswehr verantwortlich.

Schon seit Jahren nehmen die EPAs von Oldenburg aus ihren Weg zu allen Kasernen und Einsatzorten der Bundeswehr. Die Bestandteile werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an der Bremer Straße bestellt und kon­trolliert, gelagert, verpackt und verschickt.

In den vergangenen Jahren hat das Verpflegungsamt immer weitere Aufgaben übernommen. Seit der Bundeswehrreform ist Oldenburg für alles, was mit Verpflegung zu tun hat, zuständig (NWZ  berichtete). „Ein enormer Aufgabenzuwachs“, betont Peter Hauck.

Zahlen und Daten

484 235 Kilometer haben Lastwagen im vergangenen Jahr für Verpflegungstransporte der Bundeswehr von Oldenburg innerhalb Deutschlands zurückgelegt. Dazu sind neben Lastern der Bundeswehr Speditionen im Einsatz.

5150 Tonnen Lebensmittel wurden 2012 in Oldenburg angeliefert und verpackt, 5650 Tonnen ausgeliefert. 22 698 Paletten wurden kommissioniert.

Rund 100 Millionen Euro wendet die Bundeswehr pro Jahr für die Lebensmittelversorgung der Soldaten auf.

Neben der Hauptstelle Oldenburg betreibt das Verpflegungsamt Lager in Berlin, Kempten/Allgäu und Gillenfeld/Eifel. In Oldenburg wurden 2340 Tonnen umgeschlagen, in Gillenfeld 1024, in Berlin 923 und in Kempten 862 Tonnen.

Nach Afghanistan gingen 2012 für die Verpflegung der Soldaten Waren im Wert von 6,3 Millionen Euro (1882 Tonnen), zu den Truppen ins Kosovo im Wert von 2,3 Millionen Euro (860 Tonnen).

Gelagert werden in Oldenburg und den Außenstellen Lebensmittel unterschiedlicher Haltbarkeit. Es gibt Waren mit einer Verbrauchszeit von bis zu neun Monaten, bis zu zwei und bis zu vier Jahren.

300 000 Einmannpackungen („EPAs“) und 100 000 Packungen Gruppenverpflegung werden jährlich in Oldenburg verpackt, gelagert, kommissioniert und verschickt. Derzeit gibt es drei verschiedene „EPAs“ (unter anderem ohne Fleisch); die Auswahl soll bis 2016 auf 12 Angebote steigen.

Seit kurzem ist das Verpflegungsamt zum Beispiel betraut mit allen rund 260 Truppenküchen bundesweit. Rahmenverträge für den Einkauf regionaler Produkte, Qualitätsstandards, die Führung von mehr als 3000 Küchenmitarbeitern: Alles wird von Oldenburg aus gesteuert. Auch sogenannte Marketender-Waren – Kiosk-Artikel für den Privatkonsum der Soldaten – müssen Hauck und seine Mitarbeiter organisieren.

Immer umfangreicher wird die Herausforderung, die deutschen Soldaten im Ausland zu versorgen. Aus aller Welt gehen Bestellungen in Oldenburg ein. Ob Afghanistan, Kosovo oder Dschibuti: Das Verpflegungsamt ist dafür verantwortlich, dass die Nahrungsmittel unabhängig von Hitze und langen Wegen einwandfrei am Ziel ankommen.

Auf 240 – davon 211 in Oldenburg – steigt die Zahl der Beschäftigten des Verpflegungsamtes. Bislang waren es rund 80.

Eine von ihnen ist die Ökotrophologin Jessica Lübben. Zusammen mit ihrem Team testet sie Produkte, bevor die Bestellung an die Lieferanten geht. Von ihrem Urteil hängt nicht nur ab, wie schmackhaft die Kost ist, die bei den Soldaten auf den Tisch kommt. Auch ob die Kriterien für die Ernährung bei der Bundeswehr eingehalten werden, prüft Lübben mit ihrem Team.

Die Gebäude an der Bremer Straße – in einem Teil war hier das traditionsreiche oldenburgische Dragoner-Regiment untergebracht – haben mit dem Aufgabenzuwachs bislang nicht schritt gehalten. Neue Logistik-Flächen werden dringend benötigt. Hauck: „Wir hoffen, in den nächsten Jahren ein neues Lager bauen zu können.“

Rückmeldungen aus der Truppe werden sorgfältig ausgewertet. Denn in der Bundeswehr gilt der Satz: „Die Truppe marschiert auf dem Magen der Soldaten.“


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nzw.tv/oldenburg-stadt 
Christoph Kiefer Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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