Oldenburg - Die Polizei rätselt weiter über den Brandanschlag auf die Haci-Bayram-Moschee an der Emsstraße. Bislang fehle jede Spur von den Tätern, hieß es am Mittwoch auf Anfrage. Auch das Motiv sei nach wie vor unklar.
Wie berichtet, warfen Unbekannte gegen 5 Uhr am vergangenen Sonnabend zwei Molotowcocktails gegen die große Fensterscheibe neben dem Eingang der Moschee. Das Feuer erlosch von selbst und hinterließ eine Verrußung an der Fensterscheibe und dem Mauerwerk.
„Wir sind schockiert darüber, dass ein solcher Vorfall in Oldenburg passierte“, sagte Tuna Altiparmak, stellvertretender Vorsitzender der Ditib-Gemeinde Oldenburg. Es gebe in der Gemeinde keine Vermutung, welche Ideologie hinter dem Anschlag stecken könnte. „Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Polizei.“
Die Gruppe Die Linke/Piratenpartei verurteilte den Brandanschlag am Mittwoch auf das Schärfste. „Wir sprechen unsere volle Solidarität mit der Ditib-Gemeinde aus, die für uns ein wichtiger Partner im Bereich der Integration ist und die wir immer als offen, gastfreundlich und dialogorientiert erleben“, so Ratsherr Jonas Christopher Höpken.
Betroffen und empört ist die OB-Kandidatin der Grünen, Marion Rieken, eigenen Angaben zufolge über den Brandanschlag. „Unsere Stadt darf nicht akzeptieren, dass Menschen aufgrund ihres Glaubens oder Kultur in einem Klima der Angst leben“, erklärte sie.
