Oldenburg - Die Handlung von „Tod auf der Kegelbahn!“ kann es ohne Probleme mit einem „Tatort“ aufnehmen: Privatdetektiv Wilhelm „Willie“ Walter wird von seinem ehemaligen Partner, dem Polizeihauptkommissar Bernd Stockhammer, damit beauftragt, Hinweise über den Mord an einer jungen Frau zu finden. Das absolut unfassbare ist der Tatort: eine Kegelbahn.

Was hatte sie dort nur zu suchen? Wilhelm „Willie“ Walter macht sich auf die Suche und erlebt dabei so manches rätselhafte Rätsel, mysteriöse Mysterien und spannende Spannung.

Die Entstehungsgeschichte des Hörspiels „Tod auf der Kegelbahn!“ wurde vom Oldenburger Steffen Pilney geschrieben und produziert. Auf die Idee für sein Hörspiel kam der Student bereits im Dezember 2015. Das Manuskript war im Juni 2016 fertig. „Ich habe mich dabei an Hörspielparodien wie ‘Die Ferienbande’ orientiert“, sagt Pilney. Krimigeschichten, gerade die von Klischees nur so triefenden 40er-Jahre-Crime-Noirs, seien einfach ein großartiger Stoff dafür.

Die Aufnahmen im Tonstudio an der Oldenburger Universität dauerten fast einen Monat. Seine Sprecher rekrutierte der Student, der gerade an seiner Masterarbeit im Fachmaster Integrated Media arbeitet, dafür im Unitheater.

„Kai Janßen, der den Wilhelm „Willie“ Walter spricht, hat mir geholfen, Schauspieler für das Projekt zu finden“, sagt Pilney. Am Ende machten Lars de Haan als Erzähler, Robin Segebarth als Mafiaboss Salvatore „Sal“ Morano, Kristina Wassiljev als Lolita LaSalle, Michael Zogall als Otto und Friedrich Schäfer als Dieter Kowlowski mit.

Auch der Oldenburger Musiker Linc van Johnson (Linc van Johnson and the Dusters) ist Teil des Ensembles. Er spricht die Rolle des Polizeihauptkommissars Bernd Stockhammer. Kommilitonen und Freunde sprachen weitere Nebenrollen „Und ich selbst spiele den Kegelkellerbesitzer Kasimir und mache die Ansagen zwischendurch“, sagt Pilney. „Sollte es eine Fortsetzung geben, will ich mit allen Sprechern weiterarbeiten“.

Die feierliche Premiere von „Der Tod auf der Kegelbahn!“ fand am 11. Dezember im Oldenburger Unikum statt. Rund 70 Leute waren gekommen. „Ich war überrascht, dass so viele Leute da waren, die das Hörspiel nur vom Hörensagen kannten“, sagt Pilney. Dabei gab es auf der Bühne nicht viel zu sehen. Rötliches Licht für Atmosphäre und zwei große Boxen – das war Pilneys Konzept für den Abend. „Das Feedback war nur positiv.“

Pilney kann sich gut vorstellen, noch einmal ein solche „Listening Session“ zu organisieren. Doch zunächst hat er andere Pläne: „Ich bewerbe mich mit ,Tod auf der Kegelbahn!’ beim Berliner Hörspiel Festival.“