Sie berichten über die Absage der Reise zur Partnerstädte-Konferenz in Uljanowsk durch OB Schwandner. Diese Reise auf Kosten der Steuerzahler mag für die Teilnehmer reizvoll sein, immerhin sehen sie Teile unserer Welt, welche sie sonst bestimmt nicht besucht hätten.
Auch die Finanzdezernentin, die Bürgermeisterin der Stadt Oldenburg, der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, ein Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung und die Bürgermeisterin der Gemeinde Hatten wären in Uljanowsk sicherlich gerne empfangen worden. Nur hätte diese Delegation nicht unbedingt die Vorurteile vieler Bürger an solchem Partnerstädte-Tourismus untermauern müssen.
Immerhin wissen wir jetzt, mit wem sich die Reisenden treffen wollten, nämlich mit dem Bürgermeister der Stadt Machatschkala, der verdächtigt wird, einen Mord (...) organisiert zu haben. (...)
Nun wird der Oberbürgermeister sagen, diese Vorwürfe werden sich in Machatschkala bzw. Moskau aufklären (...) lassen; solange keine rechtskräftige Verurteilung vorliege, müsse man von der Unschuld des Bürgermeisters ausgehen. Ja, für diesen Fall würden dann nochmals diejenigen Reisekosten anfallen, die man jetzt in den Sand gesetzt hat.
