Oldenburg - Es ist ein im Untergrund verborgenes, aber nicht weniger drängendes Problem: Mit dem klimatisch bedingten Anstieg des Meeresspiegels steigt in Küstennähe auch der Salzgehalt des Grundwassers – aus dem sich wiederum der Großteil des Trinkwassers in der Region speist. Diese „schleichende Gefahr“ stellen die Hydrogeologin Prof. Dr. Gudrun Massmann und der ökologische Ökonom Prof. Dr. Bernd Siebenhüner von der Universität Oldenburg in den Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts.

Da das Problem aufgrund geringer Fließgeschwindigkeiten im Untergrund relativ langsam voranschreite, werde es bislang von Gesellschaft und Entscheidungsträgern nur wenig beachtet, so die Wissenschaftler. Ihr Ziel: die Ausmaße des Problems zu untersuchen und Strategien für den gesellschaftlichen Umgang mit der zunehmenden Grundwasserversalzung – etwa an der Nordseeküste – sowie Gegenmaßnahmen zu entwickeln.

Die beiden Wissenschaftler wollen Modelle entwickeln, um die gegenwärtigen und zukünftigen Strömungsverhältnisse und Grundwasser-Salzgehalte abzubilden beziehungsweise vorhersagen zu können. Die Analyse der sozioökonomischen Folgen werden sie damit verzahnen, um anschließend geeignete Gegenmaßnahmen aufzuzeigen.