Oldenburg - Die CDU möchte die Parkplätze an der Straße Schloßplatz im Wesentlichen aufheben und den Bereich zur Fußgängerzone machen. Über den Vorschlag der Fraktion schreibt Fraktionsvize Christoph Baak: „Unsere Straße Schloßplatz fristet ein bescheidenes Dasein im Schatten der Innenstadt.“ Die Idee, wie man „diesen wichtigen Bereich der Innenstadt in bester Lage zum Schloss“ gestalten könne, treibe die Fraktion schon seit langem um, so die Fraktions-Chefs Dr. Esther Niewerth-Baumann und Olaf Klaukien. Aus Sicht der CDU habe „durch die Corona-Pandemie und die dramatische Situation der Innenstadt die Dringlichkeit einer Lösung nochmal an Bedeutung gewonnen“.
„Wohlfühlraum schaffen“
Als Antwort auch auf die Auswirkungen von Corona möchte die CDU nun den allergrößten Teil der 70 Parkplätze dort nun aufheben. Christoph Baak sagt: „Wir müssen unsere Plätze neu denken und Erlebnis- und Wohlfühlräume schaffen. Das ist ja auch ein großer Bestandteil der Innenstadt-Strategie.“
Der Schlossplatz ist aus seiner Sicht „derzeit nur eine Durchfahrtsstraße mit Parkplätzen ohne Aufenthaltsqualität – und genau das möchten wir ändern.“ Es sei zwar richtig, dass damit „eine große Anzahl an Parkplätzen entfallen wird“ – dafür gewönne man „viel mehr an Attraktivität“, was sich, so die Hoffnung, „positiv auf die gesamte Innenstadt auswirken“ werde.
Dabei habe er auch „die Anlieger mit ins Boot geholt“, sagt Baak: „Ich habe im Vorjahr einige kurze Gespräche mit Einzelhändlern geführt, bei denen ich eine grundsätzliche Bereitschaft erkennen konnte, mal über eine Neugestaltung nachzudenken.“
„Vor- und Nachteile“
Die CDU-Fraktion habe den Anliegern nun „ein Anschreiben sowie die Visualisierung der Idee zugeschickt mit der Bitte, ihre Meinung rückzukoppeln“. Die Visualisierung bilde dabei nur die Idee ab: „Wie genau bauliche Maßnahmen aussehen können, muss in einem breiten Beteiligungsprozess diskutiert werden. In der nächsten Legislaturperiode müssten hierfür dann Planungsmittel in den Haushalt eingestellt werden“, sagt Olaf Klaukien. Der Fraktionschef über das weitere Vorgehen: „Wichtig ist uns, dass im vorderen und hinteren Bereich des Schlossplatzes weiterhin Parkmöglichkeiten erhalten bleiben sowie Kurzzeit- und Behindertenparkplätze integriert werden. Vorrang hat aber eindeutig der Fuß- und Radverkehr.“
Die Fraktion stellt sich „Spiel- und Aktivitätsmöglichkeiten sowie eine Außengastronomie“ vor. Mobile Begrünung und eine durchgehende Pflasterung sollen „das Bild abrunden“. Für Veranstaltungen wie Kultursommer und Lambertimarkt seien „flexible Installationen nötig“.
Mit dem beabsichtigten Wegfall der Stellplätze gehe „die CDU sicherlich einen neuen und unerwarteten Weg“, räumt die Fraktion ein. „Wir haben uns natürlich viele Gedanken gemacht, welche Auswirkungen das für den Einzelhandel hat. Nach vielen Gesprächen und der Abwägung aller Vor- und Nachteile sind wir aber zu der Überzeugung gekommen, dass wir mit unserer Idee einen Mehrwert für alle bieten“, findet die Fraktionsvorsitzende Dr. Esther Niewerth-Baumann.
