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Pläne für Oldenburger Bahnübergang Ofenerdieker und Politik fordern zügig eine Lösung

Bahnwache: Sie finden seit Mai am Bahnübergang mitten in Ofenerdiek statt. Jetzt ist erstmal Sommerpause.

Bahnwache: Sie finden seit Mai am Bahnübergang mitten in Ofenerdiek statt. Jetzt ist erstmal Sommerpause.

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Oldenburg - Manchmal ist es regelrecht chaotisch am Bahnübergang „Am Stadtrand“. Wenn die Schranken unten sind staut sich der Verkehr in alle Richtung. Laut Stadt soll nun ein Berliner Planungsbüro die Verkehrssituation untersuchen, um eine Lösung für das Problem zu finden. Die beste Variante soll’s sein, so die Stadt – ob höhengleich oder als Unterführung. Auf die Berichterstattung gab es folgende Reaktionen.

Der Bürgerverein

Alle, die diese wichtige Verkehrsachse nutzen, sehnten sich nach einer Lösung, die dauerhaft einen Verkehrsfluss garantiere, sagt Ernst Dickermann, 1. Vorsitzender des Bürgervereins Ofenerdiek. Er verweist auf eine Studie des niedersächsischen Landesministeriums für Mobilität und Verkehr: Danach könne der Verkehr selbst bei einer optimierten Ampel- und Schrankenschließanlage nicht zügig abfließen. „Bedeutsam für uns als Kunden und für den Einzelhandel ist es auch, einen Blick auf das derzeitige Einzelhandelsentwicklungskonzept (EEK) zu werfen.“ Sollten die Bürger aufgrund der langen Schließzeiten nicht mehr so schnell die Bahnschienen queren können, bestehe die Gefahr einer Herabstufung in die nächste Kategorie. Dies habe Folgen für den Einzelhandel. Einschränkungen für Neuansiedlungen und Sortimentswechsel bestehender Geschäfte seien zu befürchten. „Die einzige Option, die eine nachhaltige und gewinnbringende Situation für alle schafft, ist eine Bahnunterführung.“

Die Linke

Eine Unterführung für die Bahnübergänge „Am Stadtrand“ und auch „Karuschenweg“ muss nach Auffassung von Jonas Christopher Höpken, Ratsherr der Linken und Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters, unbedingt kommen. Er habe an einer Bahn-Wache der Arbeitsgemeinschaft (AGM) der Ofenerdieker Vereine teilgenommen und sei entsetzt über die langen Rückstaus, die bei jeder Schrankenschließung entstanden. Eine Machbarkeitsstudie für eine Unterführung liege bekanntlich schon lange vor. „Der Zeitpunkt zur Realisierung ist jetzt besonders günstig, weil für das betroffene Areal derzeit noch eine Veränderungssperre gilt.“ Sonst bestehe die Gefahr, dass stattdessen über eine Bebauung es Streifens zwischen Karuschenweg und Am Stadtrand entschieden werde.

Die CDU

Der CDU-Stadtbezirksvorsitzende und Ratskandidat Hendrik Klein-Hennig hat gemischte Gefühle: „Auf der einen Seite begrüße ich jeden Schritt, der dazu führt, dass die aktuelle Situation verbessert wird. Auf der anderen Seite habe ich keinerlei Verständnis dafür, sollte das Planungsbüro zu dem Schluss kommen, ein höhengleicher Bahnübergang wäre in Zukunft eine gangbare Lösung. Dies kann ich nur ablehnen, eine Unterführung muss her.“ Enttäuscht ist Klein-Hennig von der angesetzten Untersuchungszeit bis Anfang 2022: „Seit dem Jahr 2011 liegen bereits Planung für eine Unterführung auf dem Tisch. Warum noch einmal Varianten untersuchen?“

Die SPD

Die SPD begrüßt die Einleitung der notwendigen Untersuchung als richtigen Einstieg um die Verkehrssituation in Ofenerdiek zu verbessern. „Für uns wird es bei der Beurteilung, der vom Planungsbüro untersuchten Varianten darum gehen, für die Menschen vor Ort die beste Lösung zu finden“, sind sich die Ratsfrauen und -kandidatinnen Nicole Piechotta und Magrit Conty einig. Die Untersuchungsergebnisse sollten in einem Verfahren mit den Bürgern vor Ort diskutiert werden.

Susanne Gloger
Susanne Gloger Redaktion Oldenburg
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