Oldenburg - Wie kann religiöse Diskriminierung gestoppt werden? Welche Auswirkungen haben Spekulationen mit Lebensmitteln? In verschiedenen Komitees wird diesen Fragen bei der Olmun – bei der diplomatische Abläufe der Vereinten Nationen simuliert werden – erörtert.
Dabei sollen Lösungen entwickelt und in Form von Resolutionen festgehalten werden. „In der Oldenburger Weser-Ems-Halle findet neben der Eröffnungs- und Schlusszeremonie auch die Generalversammlung statt“, erklärt Yannik Meißner vom vierköpfigen Sekretariat bzw. Vorstand der Veranstaltung, zu dem auch Felix Seliger, Catharina Jantos und Helge Wellmann gehören.
Einige weitere Komitees sind an verschiedenen Oldenburger Schulen und Einrichtungen untergebracht; der Sicherheitsrat tagt zum Beispiel im Schlauen Haus Oldenburg, der Menschenrechtsrat in der Volkshochschule. Auch im Gymnasium Eversten wird fleißig diskutiert: Dort treffen sich die Mitglieder des dritten Komitees der Generalversammlung. Eines ist allen Veranstaltungsorten gemein: Die Teilnehmer schlüpfen in die Rolle der Delegierten eines Landes – und vertreten jeweilig dessen Interessen.
Ausgesucht haben die Vorstandsmitglieder der Olmun die weltpolitischen Themen selbst – bereits mehrere Monate zuvor in langwierigen Treffen. Sie selbst werden von der Mitgliederversammlung des Vereins Olmun ins Amt berufen.
Die vier jungen Organisatoren stellen den einen flüssigen Ablauf der Veranstaltung sicher und kontaktieren im Vorfeld die Sponsoren. Außerdem koordinieren sie die vielen weiteren Teams. „Dafür führen wir mitunter echte Bewerbungsgespräche“, so Helge Wellmann.
Die entwickelten Resolutionen sollen an ein Büro der UN weitergeleitet werden. Auf die Frage, ob sie sich noch mehr Resonanz von der Politik wünschen, antwortet Jantos: „Auf jeden Fall. Gern würden wir die Ergebnisse auch präsentieren.“
