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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Schüler und Ausbilder im Kontakt

04.05.2016

Oldenburg Fein herausgeputzt haben sich Schüler von insgesamt 43 angemeldeten Schulen, den guten Blazer aus dem Schrank gesucht, die neue Bluse ordentlich gebügelt, die Turnschuhe einmal wieder poliert – der erste Eindruck zählt ja bekanntlich. Doch auch auf die Gespräche mit den Ausstellern konnten sich die Schüler gut einstellen.

Das ist dem besonderen Konzept der zweitägigen Bildungsmesse „Vocatium“ geschuldet, die zum vierten Mal in den Weser-Ems-Hallen stattfindet. 68 Aussteller informieren mehr als 3000 Schüler über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Ein vielfältiges Angebot an Vorträgen rundet das Programm ab. An diesem Mittwoch kann die Messe nochmals besucht werden, geöffnet ist von 8.30 bis 14.45 Uhr.

Das Geheimrezept für einen erfolgreichen Messebesuch ist die Vorbereitung. Genau dabei greifen die Veranstalter den jungen Menschen unter die Arme: Eine Unterrichtsstunde, ein Handbuch und feste Termine mit Unternehmen oder Universitäten. „Die Schüler können sich vier Aussteller aussuchen. Wir knüpfen dann den ersten Kontakt“, sagt Franziska Schubert, die zusammen mit Diana Bogdanski das Projekt leitet.

Über die erstmalige Zusatzveranstaltung „vocatium plus“ am Dienstagnachmittag konnten sich junge Migranten bei einigen Ausstellern informieren. „Auf diese Weise bekommen auch die Schüler aus Willkommens- oder Sprachlernklassen eine Chance“, so Schubert.

Schweißperlen auf der Stirn? Zitternde Hände? Renke Gerdes (18) von der IGS Aurich-West hat seinen ersten Termin: Hauptzollamt Oldenburg. Da ist er übrigens nicht der Einzige; nach dem Polizeikommissar ist der Zollbeamte gleich an zweiter Stelle der Top-Berufe in diesem Jahr.

Den Kugelschreiber fest im Griff, ist bei Gerdes von Nervosität nichts zu spüren. Schnell füllen sich die Lücken seines Fragenkatalogs. Zwanzig Minuten später kann sich der Schüler bereits gut in die Arbeit beim Zoll hineinversetzen: „Es lief super, die Aufgaben wurden sehr genau erklärt. Vieles wusste ich noch gar nicht, und das hat mir Anreize gegeben.“

Baugeräteführer, Vermessungstechniker oder Bauingenieur? Wer dafür etwas übrig hat, blieb wahrscheinlich bei den Lego-Baggern hängen. Auch Bauunternehmen wie Johann Bunte versuchten die Blicke auf sich zu ziehen. Das zeigte Wirkung: 30 Termine allein an diesem Tag, zwei Bewerbungen wurden bereits abgeben. „Die meisten informieren sich ganz allgemein über die verschiedenen Ausbildungen und zeigen dabei großes Interesse“, freute sich Svenja Ledger, die in der Personalabteilung arbeitet.

Was, wenn man noch gar nicht weiß, wohin es nach der Schule geht? Keine Panik. Ein Auslandsaufenthalt oder ein Freiwilliges Soziales Jahr kann Zeit verschaffen. Das weiß auch Bianca Türke (18): „Ich habe noch keinen Plan, was ich beruflich machen will. Nach der Schule geht es ein Jahr ins Ausland, ,Work and Travel’, dann gibt es auch keine Unterbrechung im Lebenslauf.“

Der Tisch der AIFS (American Institute For Foreign Study) ist reich dekoriert mit amerikanischer Flagge und einem Haufen Broschüren, und der Ansturm zu den Fachleuten ist noch größer. „Mein Ziel ist ein duales Studium im Eventmanagement, zuerst will ich aber was von der Welt sehen“, sagt Havj Nguyen (17). Großer Traum der Freundinnen: Kanada.

Pünktlich beim nächsten Termin: Neben der Arbeit beim Zoll interessiert sich Renke Gerdes für eine Ausbildung bei der Bundeswehr, außerdem noch für die Arbeit in der Polizeidirektion.

Und welche Uniform passt nun am besten? Entscheiden könne er das heute noch nicht: „Ich habe überall einen tollen Einblick bekommen, das hat mir schon viel gebracht. Aber nun erst einmal das Abi schaffen.“

Nina Janssen Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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