Oldenburg - Zwischen Stadtverwaltung und Politik ist ein harter Streit um ein Regenwald-Schutzprojekt in Kolumbien ausgebrochen, das die Oldenburger Agenda-Gruppe mit angeschoben hatte. Nach Auffassung der SPD, der Grünen und der Gruppe Linke/Piraten hat Oberbürgermeister Gerd Schwandner mit „einem Federstrich“ und „selbstherrlich“ die tragende Rolle abgelehnt, die Oldenburg in dem Projekt mit der kolumbianischen Kommune Solano hätte spielen sollen. Andrea Laverde von der Agenda-Gruppe Kolumbien sagte der NWZ , dass Oldenburg mit Solana die Einzelheiten des Projekts ausarbeiten sollte – und die Verantwortung für die sachgerechte Verwendung von 500 000 Euro vom Bundesministerium für Entwicklung hätte übernehmen sollen.
Und das ist das Projekt: In der kolumbianischen Kommune Solano sollen indigene Bauern heimische Kakaosorten anbauen, die fair gehandelt nach Deutschland exportiert werden. Gleichzeitig soll der bereits durch Abholzung geschädigte Regenwald renaturiert werden. Hilfe für die Kleinbauern und Klimaschutz würden Hand in Hand gehen. Laut Agenda-Gruppe hat Schwandner die Entscheidung damit begründet, dass die Stadt in ihren internationalen Beziehungen „andere Schwerpunkte“ setze – und das obwohl Oldenburg seit 1992 Mitglied des Klimabündnisses europäischer Städte mit indigenen Völkern des Regenwaldes sei und sich 2008 – mit Schwandners Unterschrift – der Milleniumserklärung mit ähnlichen Zielen angeschlossen habe.
SPD-Ratsherr Jens Freymuth hob das Projekt per Dringlichkeitsantrag in dieser Woche auf die Tagesordnung des Finanzausschusses. Mit breiter Mehrheit wurde daraufhin ein Antrag beschlossen, der Schwandner die alleinige Entscheidungshoheit abspricht und für das Projekt „eine entscheidungsreife Vorlage“ der Verwaltung forderte, auf deren Grundlage dann im Rat entschieden werden soll.
Die Vorgeschichte: Der Oldenburger Agenda-Beauftragte Thomas Ponel reiste im November 2012 – mit Wissen und Genehmigung der Oldenburger Verwaltung – nach Costa Rica und sagte Unterstützung aus Oldenburg zu. Schließlich hatte die Oldenburger Agenda-Gruppe nach zwei Jahren Arbeit die Förderung des Projekts erreicht. 20 000 der 500 000 bewilligten Euro würden nach Oldenburg fließen, als Entschädigung für eingebrachte Arbeitsleistungen der Verwaltung.
Doch nach Angaben aus der Politik und der Agenda-Gruppe stoppte Schwandner die eigentlich für Januar angekündigte Unterzeichnung des Vertrages durch die Stadt. Informationen über das Projekt wurden von der städtischen Internetseite entfernt. Silke Meyn, erste Stadträtin, sagte dem Ausschuss, dass das Projekt offenbar Haftungsrisiken für die Stadt beinhalte, deren Auswirkungen zurzeit geprüft würden: „Es geht dabei nicht um Kleinigkeiten“, sagte sie.
Eine andere Version präsentierte Susanne Menge (Grüne). Ihren Angaben zufolge habe Schwandner die Nichtregierungsorganisation „Amazon Conservation Team“, die das Projekt federführend betreut, mit dem Internet-Giganten Amazon verwechselt und die Ortschaft Solana mit einem Jackenhersteller. Menge sagte, dass die Stadt Neuss bereit sei, in das Projekt einzusteigen, wenn Oldenburg das nicht mehr wolle. Weitere Projektbeteiligte sind Hannover, Magdeburg, Unterschleißheim sowie mehrere Städte aus Polen, Tschechien und Malawi.
Oldenburg - Zwischen Stadtverwaltung und Politik ist ein harter Streit um ein Regenwald-Schutzprojekt in Kolumbien ausgebrochen, das die Oldenburger Agenda-Gruppe mit angeschoben hatte. Nach Auffassung der SPD, der Grünen und der Gruppe Linke/Piraten hat Oberbürgermeister Gerd Schwandner mit „einem Federstrich“ und „selbstherrlich“ die tragende Rolle abgelehnt, die Oldenburg in dem Projekt mit der kolumbianischen Kommune Solano hätte spielen sollen. Andrea Laverde von der Agenda-Gruppe Kolumbien sagte der NWZ , dass Oldenburg mit Solana die Einzelheiten des Projekts ausarbeiten sollte – und die Verantwortung für die sachgerechte Verwendung von 500 000 Euro vom Bundesministerium für Entwicklung hätte übernehmen sollen.
Und das ist das Projekt: In der kolumbianischen Kommune Solano sollen indigene Bauern heimische Kakaosorten anbauen, die fair gehandelt nach Deutschland exportiert werden. Gleichzeitig soll der bereits durch Abholzung geschädigte Regenwald renaturiert werden. Hilfe für die Kleinbauern und Klimaschutz würden Hand in Hand gehen. Laut Agenda-Gruppe hat Schwandner die Entscheidung damit begründet, dass die Stadt in ihren internationalen Beziehungen „andere Schwerpunkte“ setze – und das obwohl Oldenburg seit 1992 Mitglied des Klimabündnisses europäischer Städte mit indigenen Völkern des Regenwaldes sei und sich 2008 – mit Schwandners Unterschrift – der Milleniumserklärung mit ähnlichen Zielen angeschlossen habe.
SPD-Ratsherr Jens Freymuth hob das Projekt per Dringlichkeitsantrag in dieser Woche auf die Tagesordnung des Finanzausschusses. Mit breiter Mehrheit wurde daraufhin ein Antrag beschlossen, der Schwandner die alleinige Entscheidungshoheit abspricht und für das Projekt „eine entscheidungsreife Vorlage“ der Verwaltung forderte, auf deren Grundlage dann im Rat entschieden werden soll.
Die Vorgeschichte: Der Oldenburger Agenda-Beauftragte Thomas Ponel reiste im November 2012 – mit Wissen und Genehmigung der Oldenburger Verwaltung – nach Costa Rica und sagte Unterstützung aus Oldenburg zu. Schließlich hatte die Oldenburger Agenda-Gruppe nach zwei Jahren Arbeit die Förderung des Projekts erreicht. 20 000 der 500 000 bewilligten Euro würden nach Oldenburg fließen, als Entschädigung für eingebrachte Arbeitsleistungen der Verwaltung.
Doch nach Angaben aus der Politik und der Agenda-Gruppe stoppte Schwandner die eigentlich für Januar angekündigte Unterzeichnung des Vertrages durch die Stadt. Informationen über das Projekt wurden von der städtischen Internetseite entfernt. Silke Meyn, erste Stadträtin, sagte dem Ausschuss, dass das Projekt offenbar Haftungsrisiken für die Stadt beinhalte, deren Auswirkungen zurzeit geprüft würden: „Es geht dabei nicht um Kleinigkeiten“, sagte sie.
Eine andere Version präsentierte Susanne Menge (Grüne). Ihren Angaben zufolge habe Schwandner die Nichtregierungsorganisation „Amazon Conservation Team“, die das Projekt federführend betreut, mit dem Internet-Giganten Amazon verwechselt und die Ortschaft Solana mit einem Jackenhersteller. Menge sagte, dass die Stadt Neuss bereit sei, in das Projekt einzusteigen, wenn Oldenburg das nicht mehr wolle. Weitere Projektbeteiligte sind Hannover, Magdeburg, Unterschleißheim sowie mehrere Städte aus Polen, Tschechien und Malawi.
Oldenburg - Zwischen Stadtverwaltung und Politik ist ein harter Streit um ein Regenwald-Schutzprojekt in Kolumbien ausgebrochen, das die Oldenburger Agenda-Gruppe mit angeschoben hatte. Nach Auffassung der SPD, der Grünen und der Gruppe Linke/Piraten hat Oberbürgermeister Gerd Schwandner mit „einem Federstrich“ und „selbstherrlich“ die tragende Rolle abgelehnt, die Oldenburg in dem Projekt mit der kolumbianischen Kommune Solano hätte spielen sollen. Andrea Laverde von der Agenda-Gruppe Kolumbien sagte der NWZ , dass Oldenburg mit Solana die Einzelheiten des Projekts ausarbeiten sollte – und die Verantwortung für die sachgerechte Verwendung von 500 000 Euro vom Bundesministerium für Entwicklung hätte übernehmen sollen.
Und das ist das Projekt: In der kolumbianischen Kommune Solano sollen indigene Bauern heimische Kakaosorten anbauen, die fair gehandelt nach Deutschland exportiert werden. Gleichzeitig soll der bereits durch Abholzung geschädigte Regenwald renaturiert werden. Hilfe für die Kleinbauern und Klimaschutz würden Hand in Hand gehen. Laut Agenda-Gruppe hat Schwandner die Entscheidung damit begründet, dass die Stadt in ihren internationalen Beziehungen „andere Schwerpunkte“ setze – und das obwohl Oldenburg seit 1992 Mitglied des Klimabündnisses europäischer Städte mit indigenen Völkern des Regenwaldes sei und sich 2008 – mit Schwandners Unterschrift – der Milleniumserklärung mit ähnlichen Zielen angeschlossen habe.
SPD-Ratsherr Jens Freymuth hob das Projekt per Dringlichkeitsantrag in dieser Woche auf die Tagesordnung des Finanzausschusses. Mit breiter Mehrheit wurde daraufhin ein Antrag beschlossen, der Schwandner die alleinige Entscheidungshoheit abspricht und für das Projekt „eine entscheidungsreife Vorlage“ der Verwaltung forderte, auf deren Grundlage dann im Rat entschieden werden soll.
Die Vorgeschichte: Der Oldenburger Agenda-Beauftragte Thomas Ponel reiste im November 2012 – mit Wissen und Genehmigung der Oldenburger Verwaltung – nach Costa Rica und sagte Unterstützung aus Oldenburg zu. Schließlich hatte die Oldenburger Agenda-Gruppe nach zwei Jahren Arbeit die Förderung des Projekts erreicht. 20 000 der 500 000 bewilligten Euro würden nach Oldenburg fließen, als Entschädigung für eingebrachte Arbeitsleistungen der Verwaltung.
Doch nach Angaben aus der Politik und der Agenda-Gruppe stoppte Schwandner die eigentlich für Januar angekündigte Unterzeichnung des Vertrages durch die Stadt. Informationen über das Projekt wurden von der städtischen Internetseite entfernt. Silke Meyn, erste Stadträtin, sagte dem Ausschuss, dass das Projekt offenbar Haftungsrisiken für die Stadt beinhalte, deren Auswirkungen zurzeit geprüft würden: „Es geht dabei nicht um Kleinigkeiten“, sagte sie.
Eine andere Version präsentierte Susanne Menge (Grüne). Ihren Angaben zufolge habe Schwandner die Nichtregierungsorganisation „Amazon Conservation Team“, die das Projekt federführend betreut, mit dem Internet-Giganten Amazon verwechselt und die Ortschaft Solana mit einem Jackenhersteller. Menge sagte, dass die Stadt Neuss bereit sei, in das Projekt einzusteigen, wenn Oldenburg das nicht mehr wolle. Weitere Projektbeteiligte sind Hannover, Magdeburg, Unterschleißheim sowie mehrere Städte aus Polen, Tschechien und Malawi.
