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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

SELBSTHILFE: Sohn im Knast – Mutter wird aktiv

01.04.2008

OLDENBURG Die große Resonanz bestärkt Undine Schulz: Der Mut, den sie brauchte, um als Mutter eines straffälligen Sohnes an die Öffentlichkeit zu gehen, hat sich gelohnt. Sie hatte im August 2007 beschlossen, sich nicht mehr zu verstecken, sondern stattdessen eine Selbsthilfegruppe zu gründen. Seither hat sich ihr Leben verändert.

Nach der Veröffentlichung in der NWZ meldeten sich bei der gelernten Hauswirtschafterin viele Eltern aus der Region, die ihr Schicksal teilen und deren Kinder mit dem Gesetz in Konflikt gekommen waren. „Mit vielen habe ich schon am Telefon lange gesprochen“, berichtet Undine Schulz. Ihr Sohn Dennis hatte sich schon als 17-jähriger in eine Scheinwelt verabschiedet, in der Diebstahl, Drogen und Überfälle zum Alltag gehörten. Die alleinerziehende Mutter dreier Kinder hatte erfahren, wie belastend so etwas für eine Familie sein kann, wie krank Angst, Scham- und Schuldgefühle machen können.

Derzeit sitzt Dennis in Hameln, als letztes hatte er einen Imbiss mit einer Gaspistole überfallen. Die Mutter und die zwei Schwestern halten zu ihm, würden ihn gern oft besuchen, doch die Fahrtkosten sind für die arbeitslose 47-Jährige zu hoch.

Mit Unterstützung der Beratungsstelle für Selbsthilfegruppen (Bekos) hat sich auf Initiative von Undine Schulz inzwischen die Elternselbsthilfegruppe gegründet, die sich regelmäßig bei der Bekos trifft. Eine der Forderungen sei etwa, die Jugendlichen wohnortnah unterzubringen. „Der Kontakt zu der Familie ist extrem wichtig“, meint Undine Schulz, die inzwischen schon ein Faltblatt für die Selbsthilfegruppe entwickelt hat. Nächstes Ziel ist es, eine Anlaufstelle für Eltern straffällig gewordener oder gefährdeter Kinder einzurichten.

Als vorbildlich wird ihr Engagement inzwischen auch von manchen Politikern gewertet, u.a. Hans-Richard Schwartz von der FDP, der als pensionierter Jugendrichter die Szene kennt. Mehr Informationen über die Selbsthilfegruppe gibt es bei Undine Schulz (Tel. 233 86 29) oder bei Bekos unter Tel. 88 48 48.

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