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Neue Gastronomie in Oldenburg Spanier hisst Gastro-Flagge am Waffenplatz

Neben dem „Peter Pane“ soll ein spanisches Lokal eröffnen.

Neben dem „Peter Pane“ soll ein spanisches Lokal eröffnen.

Torsten von Reeken

Oldenburg - Am Waffenplatz weht – kulinarisch gesehen – bald auch die spanische Flagge: Der Bremer Gastronom Carlos Martinez Sweeney will dort ein „Muchos Más“ eröffnen – eine spanische Tapas-Bar, wie er sie bereits in Bremen (Am Wall) betreibt, nebem dem „Peter Pane“, dort wo vorher das „Royals & Rice“ war.

Vor zehn Jahren ist Martinez nach Deutschland gekommen. Was er an spanischer Gastronomie hier kennengelernt hat, war ihm häufig „zu altmodisch und nicht authentisch genug“. Schon während des Studium an der Hochschule in Bremen stieg er in die Pläne fürs „Muchos Más“ ein, direkt nach Ende des Studiums eröffnete er am Wall – für ihn seitdem „Wallencia“ – mit inzwischen 30 Mitarbeitern.

Martines Sweeney sagt: „Die Idee hinter das Muchos war immer klar, es sollte durch und durch authentisch sein. Punkt. Nichts Eingedeutschtes. Alles einfach so, wie man das tatsächlich in Spanien sieht oder bekommt: Essen und Getränke natürlich, aber auch Möbel, Deko, unsere manchmal chaotische Art bis zum kleinsten Detail. España Pura.“ Mehr als 25 Tapas finden sich in der Karte, dazu Montaditos – frisch gebackene, belegte Baguettes, Aufschnitte-Teller, Salate und Desserts wie Crema Catalana.

Neue Küchen im Core

Neues gibt es auch aus der Markthalle des „Core“: Marcel Schafft von „Herrlich Gutes Essen“ betreibt dort jetzt auch einen „Ramen“-Pop-Up, der donnerstags und freitags am Mittag geöffnet hat. Ramen ist eine japanische Nudelsuppe – in den Varianten Miso und Tan-Tan, auch vegetarisch. Schafft hat bereits die „frittenbude“ in der Markthalle.

Und Khalid Obaia, der mit seinem „Ehsan arabicstreetfood“ seit Eröffnung dabei ist, betreibt nun ebenfalls einen zweiten Stand. Unter dem Namen „MoJo“, der sich aus den Namen seiner Söhne zusammensetzt, bietet Obaia Bowls, Säfte und Fruchtsalate an.

Außerdem hat die Markthalle mit dem „Mataa’s“ westafrikanische Küche und mit dem „Crazy Pasta“ frische italienische Pasta, Bruschetta und Desserts.

Neben dem Core Café gibt es die Core-Bar, die jetzt neuerdings an jedem ersten und dritten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr auch Afterworks mit Live-DJs veranstaltet.

„Baldini’s“ erneuert

Investiert worden ist ins „Baldini’s“ in der Wallstraße, das an diesem Freitag wieder eröffnen soll: neben einer helleren und moderneren Gestaltung ist auch die bekannte alte Drehtür aus „Brasserie“-Zeiten wieder eingebaut worden. Die 150 Jahre alte Tür wurde aufbewahrt und jetzt für ihren neuen „Auftritt“ von einer Tischlerei aufgearbeitet.

Mehr im „Heimathaven“

Der „Heimathaven“ in der Burgstraße kehrt zu seinen Ursprüngen zurück: „Es ist jetzt wieder vor allem ein Laden, in dem man auch guten Kaffee trinken kann, nicht ein Café, in dem man auch einkaufen kann“, sagt Inhaber Sascha Mühlenbeck, der sich nach und nach von der Küche getrennt hat. Mühlenbeck sagt: „Schon im vergangenen Jahr sind wir von Frühstück und Mittagessen auf Stullen und Bagel umgestiegen, jetzt haben wir es nochmal angepasst.“ Denn neben den Belastungen durch die Corona-Zeit, die Lohnentwicklung und die Rohstoffpreise sei die Küche im „Heimathaven“ schon immer viel zu klein gewesen. Der Betreiber sagt: „Es war sehr eng, wir hatten auch kein Kühlhaus und auch die Anlieferung glich jedesmal einem Tetris-Spiel. Aufwand und Ertrag standen hier in gar keinem Verhältnis.“

Stattdessen wird das Einzelhandels-Sortiment ausgebaut, auch das eigene Manufaktur-Sortiment mit Produkten wie der Karamellcreme, die Gin-, Craft Beer-, Whisky- und Rum-Tastings laufen ebenfalls weiter. Der Café- und Tasting-Betrieb am langen Tisch innen bleibt genauso wie der Terrassen-Betrieb.

Neben dem Laden, den Mühlenbeck mit seiner Frau in Bremen betreibt ist ein weiterer Laden in Wilhelmshaven in der Südstadt (Rheinstraße) geplant, der bereits Anfang April starten soll. Auf die eine oder andere Insel könnte für den „Heimathaven“ bald interessant werden, sagte Mühlenbeck.

„Schiller“ zu

Das „Schiller“ in den Schlosshöfen hat bis auf weiteres geschlossen. Olga Yezyeyeva, die Geschäftsführerin der Yezca Gastro GmbH, war am Donnerstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Karsten Röhr
Karsten Röhr Redaktion Oldenburg
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