• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Geheimnisverrat: Staatsanwalt ermittelt gegen 650 Polizisten

20.10.2012

Oldenburg Für die Oldenburger Polizei war es im September 2011 ein voller Erfolg. Zweieinhalb Wochen nach einem Banküberfall auf die OLB-Filiale Bürgerfelde wurde der Täter in Ulm gefasst (NWZ  berichtete). Im Februar wurde der 51 Jahre alte Räuber zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Nun bekommt der Fall ein Jahr später ein großes Nachspiel. Die Staatsanwaltschaft Oldenburg hat Ermittlungen eingeleitet. Vorwurf: „Verdacht auf Verletzung des Dienstgeheimnisses“, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Frauke Wilken.

Lesen Sie auch:

Gibt es nicht Wichtigeres?

Auf Anfrage wollte die Oberstaatsanwältin aber nicht sagen, auf welche Informationen genau sich die Vorwürfe beziehen. Frauke Wilken: „Die Ermittlungen laufen noch. Wir werden dazu keine näheren Inhalte preisgeben.“

Die Staatsanwaltschaft hat dabei nicht einen konkreten Beamten im Visier, sondern alle 650 Angehörigen der Polizeiinspektion Oldenburg-Ammerland gelten als potenzielle Geheimnis-Verräter. Grund für die Verdächtigungen ist offenbar die Berichterstattung in der NWZ . Die Redaktion hatte damals umfangreich über den Bankraub berichtet. Auch Bilder aus der Überwachungskamera in der OLB-Filiale wurden auf Wunsch der Staatsanwaltschaft veröffentlicht. Etliche Hinweise kamen anschließend aus der Bevölkerung.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Doch zum Stand der Ermittlungen gab es von der Staatsanwaltschaft damals keine Auskünfte. Selbst, nachdem der Täter festgenommen worden war, schwieg die Behörde zunächst. Erst auf NWZ -Nachfrage bestätigte man die Verhaftung.

Offenbar mutmaßt die Staatsanwaltschaft nun, dass der Hinweis über die Festnahme des Bankräubers nur von Oldenburger Ermittlern habe verraten werden können. Die Ermittlungen gegen die Oldenburger Polizei wurden dem Leiter der Inspektion Cuxhaven-Wesermarsch, Bernd Deutschmann, übertragen. Oldenburgs Polizeichef Johann Kühme sieht es als problematisch an, dass seine ganze Dienststelle unter Generalverdacht gestellt wird. „Ich werde nach Abschluss des strafrechtlichen Verfahrens auf eine umfassende Aufarbeitung drängen.“

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2110
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.