Oldenburg - Für den Bau eines neuen Fußballstadions in Oldenburg an der Maastrichter Straße neben den Weser-Ems-Hallen zeichnet sich vor der Ratssitzung am 27. Februar eine breite Mehrheit ab. Während einzig der Piraten-Ratsherr und die Grünen-Fraktion den Bau ablehnen beziehungsweise Bedingungen an eine Zustimmung knüpfen, sind sich die übrigen Ratsvertreter weitgehend einig – das Stadion soll gebaut werden.
Das jetzige Marschwegstadion erfüllt nicht die Bedingungen, die der Deutsche Fußball-Bund (DFB) an den Spielbetrieb in der 3. Liga, in der der VfB Oldenburg spielt, stellt. Die Polizei hat Sicherheitsbedenken, und Spiele dürfen dort ab 18.30 Uhr nicht mehr angepfiffen werden.
Die 15-köpfige SPD-Fraktion wird am kommenden Dienstag das Thema abschließend beraten. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Fraktion mehrheitlich gegen einen Neubau aussprechen wird – im Gegenteil. Fürsprecher innerhalb der SPD sind unter anderen Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Ulf Prange. Der Fraktionsvorsitzende führte als Argument für den möglichst klimaneutralen Stadionbau die große soziale und gesellschaftliche Komponente an, die der Fußball mit sich bringe. Er sei integrativ und leiste einen großen Beitrag zur Sozialarbeit in der Stadt. Profifußball mache den Sport für Kinder und Jugendliche attraktiv. Mit Arztpraxen, sozialen Einrichtungen und einer Kita könne das Stadion einen Mehrwert für den gesamten Stadtteil mit sich bringen.
Befürworter sind zudem CDU- sowie Linken- und FDP-Fraktion. Jens Lükermann (Volt) trägt die Entscheidung der FDP, mit der er eine Gruppe bildet, ebenfalls mit. Dafür spricht sich auch die AfD aus.
Im Stadtrat sind 51 Ratsfrauen und -herren (einschließlich OB) stimmberechtigt. Grüne und Piraten verfügen zusammen über 17 Stimmen. Der Rat wird am 27. Februar einen Grundsatzbeschluss treffen. Die endgültige Entscheidung über einen Neubau fällt er dann im Oktober.
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