Oldenburg - Die BSW-Fraktion (ehemals Linke) im Oldenburger Rat hat sich grundsätzlich für den Bau eines neuen Fußballstadions in Oldenburg ausgesprochen. Zum Beschlussvorschlag der Verwaltung hat sie allerdings Ergänzungsanträge eingereicht.
So spricht sich die Fraktion unter anderem dafür aus, beim Bau das Maximum an Zuschauerplätzen anzustreben, ohne das baurechtlich der Bau eines Parkdecks nötig wird. Als Beispiel nennt die BSW eine Kapazität von 8750 Plätzen, zum Beispiel durch den Vollausbau einer Kurve. Bislang ist seitens der Stadt von der Wahl zwischen 7500 und 10.000 Plätzen die Rede.
Bei der Finanzierung beantragt die Fraktion, Haushaltsüberschüsse einzubeziehen und das Stadion nicht ausschließlich über Kredite zu finanzieren. Dadurch will man die Zinsbelastung senken. „Es entsteht eine finanzielle Situation, in der der jährliche Zuschussbedarf unter 1,6 Millionen Euro liegen dürfte“, heißt es in dem Antrag. Die Stadt kalkuliert aktuell mit jährlich 1,68 Millionen Euro bis 2,9 Millionen Euro, je nach Zuschauerkapazität, Zinshöhe und Ligazugehörigkeit des VfB Oldenburg.
Die von Gegnern kritisierten Klimafolgen durch den Neubau sieht die BSW nicht. „Die einmalig anfallende Klimabelastung durch das Verwenden von Beton beim Neubau wird mehrfach kompensiert durch weniger Kohlendioxid-Verbrauch, den die verkehrlich günstige Lage am Bahnhof (im Vergleich zum Marschwegstadion) Jahr für Jahr hervorrufen wird“, heißt es.
