Man kann ja zum Neubau eines Stadion stehen, wie man will: Es ist gut, dass jetzt darauf hingearbeitet, dass das jahrelange Rumgeeiere aufhört. Entweder hilft man dem Spitzenfußball in der Stadt, langfristig konkurrenzfähig zu sein (und das ist im zugigen Marschwegstadion oder im Exil in Wilhelmshaven kaum möglich), oder man sagt, dass man ohne Profifußball auch ganz glücklich ist. Klare Ansage – und dann ist auch gut.
Die Debatte auf diesem Weg wird spannend, denn es gibt gute Argumente auf beiden Seiten. Es zeigt sich jetzt bereits, dass die Diskussion zur ersten Bewährungsprobe für das grün-rote Ratsbündnis werden könnte. Denn die Grünen sehen den Neubau sehr kritisch, in der SPD gibt es deutlich mehr Befürworter – inklusive des Oberbürgermeisters. Das darf allerdings nicht dazu führen, dass das Thema einmal mehr auf die lange Bank geschoben wird.
