Oldenburg - Gefördert durch EU- und Landesmittel konnten 13 Innenstadtprojekte auf den Weg gebracht werden, auch wenn das zur Verfügung stehende Budget von 1,9 Millionen Euro nicht ausgeschöpft wurde. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nannte die gelungene Bewerbung um das Programm „Perspektive Innenstadt“, das im Kontext der Folgen der schweren Corona-Zeit entstanden war, „ein Erfolgsprojekt“, auch dank einer Förderquote von 90 Prozent. Das Zeitfenster für Antrag und Umsetzung war allerdings sehr kurz – so dass einige Teile entfielen. Krogmann kündigte an, dass bei Themen wie Beleuchtung und Rathausmarkt-Pflaster nun auf eigene Kosten weitere Verbesserungen nötig seien.
Hier einige der Projekte:
spielplatz am Schloss
Der erfolgreich beantragte mobile Containerspielplatz für die Innenstadt hat – bei einem Eigenanteil von 5170 Euro – 65.000 Euro gekostet.
Der neue mobile Spielcontainer am Schloss Bild: W.A. Meyer
Weihnachtsbeleuchtung
Das Förderprojekt „Weihnachtsbeleuchtung für den Lamberti-Markt und den Waffenplatz“ wurde bis Ende 2023 verlängert. Hierfür wurden 300.000 Euro beantragt, bei einem Eigenanteil von 30.000 Euro.
Lichtkonzept
Um den öffentlichen Raum attraktiver zu machen, wurde für 15 Orte und Plätze eine deutlich bessere Beleuchtung gewünscht. Das 15 Jahre alte Lichtkonzept wurde durch die Lichtplanerin Anke Deeken überarbeitet, die auch das erste Konzept erstellt hatte. Einige Projekte sollen „jetzt konkret umgesetzt werden“. Für die Aktualisierung des Konzepts fallen die beantragten 44.000 Euro an – bei 4400 Euro von der Stadt.
Pulverturm
Es wurde ein „Tastmodell“ gefertigt, das neben dem Pulverturm, der besser beleuchtet wird, vor allem sehbehinderten Menschen einen Eindruck der Innenstadt vermitteln und einen Startpunkt für Stadtführungen darstellen soll. Von den veranschlagten 101.000 Euro wurden 66.000 Euro eingereicht.
Rathausmarkt
Der Rathausmarkt, „seit Jahrhunderten das Herz der Stadt“, so die Verwaltung, sollte „uneingeschränkt für alle Menschen nutzbar gemacht werden“. Es entstanden weitere Sitzmöglichkeiten und eine andere Beleuchtung. Große Teile des Projekts konnten aber nicht realisiert und damit auch nicht gefördert werden – „aus zeitlichen Gründen und wegen entgegenstehender Belange anderer Ämter“, heißt es. Hierzu zählt vor allem die Überarbeitung der Pflasterung. So konnten nur Maßnahmen im Wert von 66.000 Euro statt der aussichtsreich beantragten Arbeiten für 675.000 Euro geltend gemacht werden.
Stadtgärten
Für die Stadtgärten wurden ein neues Konzept mit zehn exemplarischen Gärten und neue Info-Stelen auf den Weg gebracht. Außerdem wurden Werbemittel und 50 Liegestühle angeschafft. Dafür fielen netto 162.000 Euro an, das Gesamtpaket hatte Maßnahmen für 205.000 Euro vorgesehen.
Die Stadtgärten sind eine Attraktion in der Innenstadt.
Sport und Spiel
Entstanden sind der Spielpunkt Bergstraße/Nikolaigang plus zwei Sitzbänke, der Spielpunkt Schloßplatz, der Spielpunkt Pistolenstraße und der Spielpunkt Schüttingstraße für Eltern mit Kindern – für etwa 100.000 Euro.
„Eislaufbahn“
Auf dem Julius-Mosen-Platz wurde eine temporäre Kunststoffbahn aufgestellt, die von 7500 Besuchern genutzt wurde. Der Schlittschuhspaß habe viele Familien in die Innenstadt gebracht, auch mehr als 70 Schulklassen – bei Kosten von 110.000 Euro – davon 11.000 Euro auf Stadtseite.
Dashboards und Displays
Von den vier Holzschaukästen wurden drei in digitale Schaukästen umgewandelt. Hinzu kommen Arbeiten für die Innenstadt-Dashboards – von beantragten 145.000 Euro wurden Arbeiten für 105.000 Euro erledigt.
Häusings Haarenstraße
Elf Häusings, damals geschaffen zum Brandschutz, wurden in der Haarenstraße für elf Kunstprojekte von sieben Künstlern genutzt – unter dem Motto „Wasser, Licht und Illusion“. Lokale Handwerksbetriebe setzten die Entwürfe um – für die beantragten 100.000 Euro.
Künstlerinnen und Künstler mit ihren Entwürfen für die Häusings in der Haarenstraße
Weihnachtsmarkt Waffenplatz
Der Weihnachtsmarkt auf dem Waffenplatz wurde als „zusätzliches belebendes Element in der Innenstadt“ beantragt. Für die Umsetzung des „White-Christmas-Konzepts“ mit beleuchteten Platanen und neun Pagodenzelten fielen die geplanten und bewilligten 80.000 Euro an –davon 8000 Euro von der Stadt. In diesem Jahr finanziert die Stadt den „Weihnachtszauber“ selbst.
Der Weihnachtszauber auf dem Waffenplatz Bild: Sascha Stüber
