Oldenburg - Die Oldenburger Stadtgärten gehören für die Huntestadt inzwischen zum alljährlichen Stadtbild – im Sommer. „Ohne die Stadtgärten würde etwas fehlen“, sagt Silke Fennemann, Geschäftsführerin der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH (OTM). Zum 17. Mal erfreuen die liebevoll hergerichteten kleinen Gärten die Oldenburger und natürlich die vielen Tausend Gäste, die im Sommer die Stadt besuchen. Von diesem Samstag an bis zum 14. August blüht und wächst es in 21 Gärten an 19 Standorten unter dem Thema „Vorratskammer Garten“.
Auch die Bürgervereine haben sich in diesem Jahr interessante und vielsagende Themen einfallen lassen. Es sind sehr viele Nutzgärten dabei. Um nur einige Themen zu nennen: „Kleine Beete hoch hinaus“ heißt es im Stadtgarten des Büsingstifts. Auch auf kleinen Raum kann man sich selbst versorgen, denn gegärtnert wird hier senkrecht.
VfB-Garten
„Die Hölle von Donnerschwee“ heißt der Stadtgarten des Bürgervereins Donnerschwee, weil es hier immer wieder brodelte, wenn der Ball des VfB über das Grün flog. In den Farben des VfB findet der Betrachter bienenfreundliche Gewächse. Heilende Kräuter gibt es im Stadtgarten von Kreyenbrück und Bümmerstede. Man will auf die heilende Wirkung einzelner Pflanzen hinweisen.
In der Innenstadt sind am Samstag neugierige Gartenzwerge unterwegs auf der Suche nach Abenteuern. Auftrittszeiten sind 12 bis 12.30 Uhr 14 bis14.30 Uhr und 15.30 bis 16 Uhr. Am Julius-Mosen-Platz gibt es einen Info- und Verkaufsstand rund um Kräuter von 10 bis 16 Uhr. Am Waffenplatz gibt es Spielaktionen für Kinder und Beratungsangebote für Eltern von 12 bis 16 Uhr.
In Ofenerdiek (Am Alexandershaus, Grünfläche direkt vorm Turm der Thomaskirche) tritt am Samstag der Posaunenchor auf von 12.15 bis 12.45 Uhr.
In Etzhorn weiht der Bürgerverein Etzhorn an diesem Sonntag, 15. Mai, von 12 bis 14 Uhr seinen Stadtteilgarten auf dem Dorfplatz an der Butjadinger Straße ein. Dabei stehen die ehrenamtlichen Unterstützer mit Informationen zum Garten selbst und den Pflanzen zur Verfügung. Am Sonntag werden zudem zwei Säulen-Apfelbäume eingepflanzt und ein Blühstreifen angelegt. Einige Aktivitäten haben die Etzhorner zur Einweihung geplant: Es kommt aus Sandkrug ein Eiswagen und an 75 Kinder bis zu 14 Jahren werden Gutscheine für je eine Kugel Eis verteilt. Die Geschwister Dr. Tamara Al Chammas und Labeeb Al Chammas, die sich für eine nachhaltige Vermietung von Bienenvölkern einsetzen auch an Privatpersonen, stehen mit Informationen zur Verfügung. Neben einer musikalischen Umrahmung steht ein Schnupper-Boulen auf dem Programm.
In Wechloy hat Famila im Rahmen des dortigen verkaufsoffenen Sonntags von 13 bis 18 Uhr ein Stadtgärten-Programm auf die Beine gestellt. Der Höhepunkt ist eine große Bienenausstellung, in der Besucher bei Workshops mehr über die Tiere erfahren. Zudem hält die Niedersächsische Gartenakademie an ihrem Informationsstand jede Menge Wissenswertes zur Anpflanzung von Hochbeeten bereit. Weiterhin gibt es Gewinnspiele und Kulinarisches. Die Gastronomie öffnete bereits um 12 Uhr.
In Krusenbusch (Parkfläche gegenüber Heimeck 29) gibt es am Sonntag Kaffee, Tee und Selbstgebackenes, ab 15 Uhr Live-Musik.
In Kreyenbrück (am Klingenbergplatz) gibt es am Sonntag Stockbrotbacken für Kinder von 14 bis 17 Uhr.
In Donnerschwee (Vorplatz Stadtteilzentrum Donnerschweer Straße 221) gibt es am Sonntag ein Glücksrad.
An der Bloherfelder Straße befindet sich der Garten des Bürgervereins Bloherfelde. Auf der Höhe des Stadtgartens befand sich früher die Grenze der Stadt Oldenburg zum Ammerland. „Oldenburg trifft Ammerland“ so der Titel dieser kleinen Oase.
Erstmals sind durch die Mitwirkung der Bürgervereine auch Gärten außerhalb des Stadtrings zu sehen. „Die Stadtgärten wollen Gelegenheit zum Verweilen bieten, Freude am Entdecken wecken und Inspiration für den eigenen Garten schenken“, so Oberbürgermeister Jürgen Krogmann in seinem Grußwort für die Infobroschüre. Alle Gärten sind mit dem Fahrrad erreichbar. Die gesamte Route für den Besuch aller Stationen hat eine Länge von rund 53 Kilometern. Über einen QR-Code kann man die Tourdaten herunterladen und ausdrucken.
Neue Räume
Ralph Wilken, Leiter der Wirtschaftsförderung der Stadt Oldenburg unterstreicht die Bedeutung der Stadtgärten für die weitere Entwicklung der Innenstadt. „In einer sonst dicht bebauten Umgebung setzen die Stadtgärten besondere Akzente und eröffnen temporär neue Räume für Natur und Mensch in der Innenstadt“, sagt er. Friederike Töbelmann vom City-Management Oldenburg will mit dieser Veranstaltung „die Freude am Entdecken zu wecken und Inspiration für den eigenen Garten bieten.“
Sabina Dalg-Vinken von „Zeitlos Grün“ in Dötlingen wurden oft während des Aufbaus angesprochen – und dann begannen meist lange Gespräche. Bild: Eilert Freese
Viele Vereine und Institutionen haben diese Aktion unterstützt. Auch die Jugendwerkstatt der Volkshochschule Oldenburg war erneut beteiligt und hat einige Aufgaben mit Unterstützung des städtischen Fachdienstes Stadtgrün-Planung und Neubau übernommen. „Was vor Jahren als einmalige Veranstaltung geplant war, ist im Laufe der letzten Jahre zu einer festen Institution geworden“, so Thorsten Logemann vom Fachdienst. Wenn er bei Google nach „Stadtgärten“ schaut, macht es ihn stolz, dort die vielen Bilder von Oldenburg zu entdecken.
