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Baubeginn im September Wie das Stadtmuseum Oldenburg zum Treffpunkt werden soll

Viel Glas, viel Licht: Der gemeinsame Eingangsbereich zum Stadt- und Janssen–Museum soll ab Ende 2024 eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

Viel Glas, viel Licht: Der gemeinsame Eingangsbereich zum Stadt- und Janssen–Museum soll ab Ende 2024 eine hohe Aufenthaltsqualität bieten.

JN3N/GME

Oldenburg - Still ruht die Baustelle fürs neue Stadtmuseum: Ein paar Handwerker haben ein Holzgerüst für ein Haus gezimmert, das Bestandteil eines Kunstprojekts von „Rocco und seine Brüder“ werden soll. Die Reste von Häusern, die vor einem Jahr von den Ahrtal-Fluten zerstört wurden, werden dort gezeigt – als Mahnung, den Klimawandel und seine Folgen ernstzunehmen. Ansonsten herrscht Ruhe auf der freien Fläche zwischen Janssen-Museum und dem Parkplatz der Öffentlichen, die ungewohnte Blicke auf die Francksen-Villa erlaubt.

Neue Konzepte

Gearbeitet wird zurzeit allerdings kräftig hinter den Kulissen, Baubeginn soll im September sein. Dann wird nach Mitteilung der Stadt die Baugrube ausgehoben. Auch die Teams von Dr. Jutta Moster-Hoos, Leiterin des Horst-Janssen-Museums, und Stadtmuseumschef Dr. Steffen Wiegmann sind nicht untätig. Sie arbeiten an einem Konzept, die Museen nach der Eröffnung des Neubaus fürs Stadtmuseum mit Leben zu füllen. Von zentraler Bedeutung dabei ist das Foyer, der gemeinsame Eingangsbereich zu beiden Museen, der den Gästen eine hohe Aufenthaltsqualität bieten soll. Sich wohlfühlen und gleichzeitig informieren, arbeiten oder sich einbringen in die thematische Ausgestaltung des neuen Stadtmuseums, das ein Haus von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger werden soll. „Barrieren sollen abgebaut werden“, so Wiegmann, „das gilt in jeder Beziehung.“

Auch Versicherung baut

Und so zeigt der Eingang Richtung Lappan-Kreuzung, wo entlang der Gottorpstraße auch die Öffentliche Versicherung direkt neben dem Stadtmuseum neu bauen möchte. Das wird allerdings erst dann der Fall sein, wenn das Stadtmuseum Ende 2024, so ist der Plan, eröffnet hat.

Das Zentrum des Foyers bildet laut Wiegmann ein großes Möbelstück, das als Sitzgelegenheit aber auch als Bühne für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden kann. Eine kleine Bibliothek könnte eingereicht, über Medien sollen die Ausstellungen im Haus mit dem Eingangsbereich verknüpft werden. Ganz begeistert ist Wiegmann von der Idee, eine Anzeige wie in einem Flughafengebäude zu installieren. Nun wird die nicht allein für einen starken Besucherstrom sorgen, denkbar sind aber auch, wenn der Platz es zulässt, Sonderausstellungen, die im Foyer gezeigt werden – wie zum Beispiel die zum Jubiläum der Postkarte mit zahlreichen Oldenburg-Motiven vor zwei Jahren.

Aufenthaltsqualität

Zur Aufenthaltsqualität beitragen soll auch ein Café, das kleine Speisen, Kuchen, Snacks und Getränke anbieten soll. Es ist laut Wiegmann allerdings nicht leicht, einen Betreiber zu finden, zumal es den Besucherinnen und Besuchern erlaubt sein soll, ein Butterbrot mitzubringen. Der Aufenthalt im Foyer wird keinen Eintritt kosten und überhaupt wird über die „Bezahlschranken“ noch nachgedacht, sagt der Museumschef. Eingebunden ist der Neubau in das Sanierungskonzept „Nördliche Innenstadt“, die an Attraktivität gewinnen soll. Die Förderanträge sind gestellt, eine Zusage steht noch aus.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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