• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Stadtteile

Anwohner verärgert über Pläne im Haarentorviertel

24.07.2020
Betrifft: „150 Wohnungen im Haarentorviertel“ (NWZ vom 15. Juli)

Bin ich zukunftsfeindlich? Stehe ich Veränderungen gleich welcher Art mehr als kritisch im Wege? Diese Fragen stellen sich mir, seit ich den Artikel über das geplante „neue städtische Quartier im Haarentorviertel“ gelesen habe und mein Blutdruck schlagartig in die Höhe stieg.

Schon der Begriff „städtisches Quartier“ ließ mich zusammenzucken, habe ich doch in den letzten Jahren sehen können, was vielerorts damit gemeint sein kann.

(...) Ein neues Seniorenheim, weil nicht mehr zu sanieren – gut, das kann ich mir vorstellen, eine größere Kita auch sehr gut, aber 150 bis 180 neue Wohnungen und dann noch ein siebenstöckiges Gebäude in diesem noch ruhigen Wohngebiet, „das Ganze mit einem Quartiermanager“? Schlicht und ergreifend unmöglich! (...)

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Anwohner sollen mit ihren Vorstellungen in die Überlegungen einbezogen werde. Wie schön? Ich denke, sie werden wieder vor vollendete Tatsachen gestellt. Wer war denn da schon im Hintergrund tätig? Von Mitbestimmung halten die Planer wahrscheinlich nichts? Brauchen sie auch nicht, denn die Diakonie hat ja verkauft! An „Projektmanager“ – die in meinen Augen nur an Profitmaximierung interessiert sind, wie schön ist doch diese Welt?

Verscherbelt die Diakonie ihr Tafelsilber? In meinen Augen ja. (...) Dann wird die Diakonie/Diadema auch noch Pächter! Frage? Wer soll das dann bezahlen? Der Steuerzahler oder die Kirchenmitglieder? Was sagt die Evangelische Kirche zu diesem Unternehmen?

(...) Der Schützenweg und auch der Artillerieweg sind inzwischen mehr als stark durch den Autoverkehr frequentiert. (...) Und nun sollen in diesem Bereich 150 bis 180 neue Wohnungen entstehen und damit auch noch mehr Autos auf diese Straßen kommen. Von den Abgasen spreche ich nicht. (...)

Iris Kasper Oldenburg

Nun ist klar, warum die Diakonie das wilde Wäldchen am Schützenweg radikal abholzen ließ: Es soll gebaut werden. Deren Vertreter ließ damals verlautbaren: „Bei den Arbeiten geht es hauptsächlich darum, die Flucht und Rettungswege auf dem Grundstück freizuräumen“. Und weiter: Bauarbeiten, wie von den Nachbarn vermutet, seien von der Diakonie aber nicht geplant (NWZ vom 20. Februar).

Um nicht falsch verstanden zu werden: Oldenburg wächst und viele Menschen suchen stadtnah Wohnraum jenseits vom Einfamilienhausmodell. Und es darf in einer Großstadt auch gerne eine mehrgeschossige Bebauung sein, deren Ökobilanz ohnehin besser ist. Zu befürchten ist allerdings, dass viele Menschen, die dieses dringende Bedürfnis nach Wohnen und Teilhabe in der Stadt haben, hier draußen bleiben müssen.

Wir als Nachbarn sollen ja unsere Wünsche einbringen. Meiner ist: Macht drei Viertel der Wohnungen so preiswert, dass sich wirklich „unterschiedliche Lebenssituationen und -modelle“ (so die proklamierte Zielsetzung im Investoren-Anschreiben) dort entwickeln können.

Ein zu frommer Wunsch an einen Investor? Wenn ja: Die Stadt kann hier durchaus sozial gestalterisch tätig werden.

Und die Diakonie sollte sich einmal mit dem 8. Gebot beschäftigen: Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.

Ulrich Schachtschneider Oldenburgc

Ziel der Aktion sei die Herstellung von Sicherheit und Struktur auf dem Grundstück. Dieses wurde mit übergroßen Traktoren umgesetzt und mindestens 0,5 ha Natur platt gemacht. Auf Nachfrage berichtete Herr Benjamin Wehage vom Vorstand der Diakonie, dass danach aber wieder aufgeforstet wird. Den wahren Grund erfahren wir jetzt, das Gelände wurde von der Diakonie verkauft und soll komplett neu bebaut werden mit 5- und 7-geschossigen Gebäuden. (...)

Ich bin nicht gegen eine Bebauung des Geländes, wenn sie denn unter Berücksichtigung von Bürgerinteressen stattfindet, aber nicht in dieser Art und Weise. Transparenz, Wahrheit und Vertrauen sind für die Diakonie nur leere Worthülsen. (...) Leider gilt das auch für die Vertreter und Vertreterinnen von Politik und die Verwaltungsspitze der Stadt Oldenburg. Bevor man freudige Zustimmung signalisiert, sollte man sich zumindest vorab mal die wirkliche Situation vor Ort ansehen, über gesetzliche und bürgernahe Vorgaben informieren und diese vielleicht sogar berücksichtigen!

Bernd Wichmann Oldenburg

Da freue ich mich, dass die Katze aus dem Sack ist… es ist ja nun wirklich nicht artgerecht Katzen im Sack zu lassen.

Aber wie ist es mit der Artgerechtigkeit für andere Spezies? Etwa mit den – einmalig im Stadtgebiet – lebenden Rehen, die hier ihre Heimat gefunden haben und wie ist es mit den im künftigen Baugebiet lebenden Spechten und den Molchen? Tiere kann man nicht befragen – Menschen schon. Die Anwohner*innen jedenfalls haben bei der Veröffentlichung des NWZ-Artikels eine passgenaue Einladung zu einer Informationsveranstaltung Ende August 2020 erhalten.

Die Investoren wollen „ein generationenübergreifendes Wir-Gefühl fördern und das Leben im Viertel weiter verbessern“. Woher wissen die Investoren, dass „das Gleichgewicht von Lebendigkeit und Achtsamkeit“ verändert werden müsse im Interesse seiner Anwohner*innen? Unter Achtsamkeit verstehe ich eine frühzeitige Kommunikation: Bevor Umsetzungspläne präsentiert werden, sollte ein Dialog initiiert werden.

Ich werde immer dann nachdenklich, wenn andere Gruppen für mich entscheiden wollen.

Margit Ostern Oldenburg

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.