Oldenburg - Personenrettung von einem Dach, ein Zimmerbrand, ein Autobrand, ein Unfall mit Chemikalien und ein Unfall mit eingeklemmtem Fahrer: Die Feuerwehren der Stadt Oldenburg waren am Sonntag viel in Bewegung. Es waren jedoch nicht wirklich Menschenleben in Gefahr, vielmehr handelte es sich um den Stadtwettkampf der Freiwilligen Feuerwehren. Die sechs Ortswehren absolvierten ab Sonntagmorgen mehrere Stationen mit Übungen, die von den Kameraden der Wache Haarentor vorbereitet worden waren.
Metall im Bein
Bei der Rettung eines verletzten Handwerkers vom Dach waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Osternburg hoch konzentriert. Täuschend echt steckte dem Mann ein Metallteil im Bein, der Statist wurde zunächst von Sanitätern des Rettungsdienstes Ammerland versorgt. Schwierig war der Transport des Verletzten. Er wurde auf einer Trage festgeschnallt und über einen Leiterhebel vorsichtig nach unten gelassen – was ohne Zwischenfall gelang.
Der Verletzte wurde abgeseilt.
Nicht nur Wettbewerb
„Natürlich hat der Tag Wettbewerbscharakter“, erklärt Stadtbrandmeister Bernhard Möller, der mit Finanzdezernentin Dr. Julia Figura vor Ort war. „Für uns ist es aber auch eine Gelegenheit, den Ausbildungsstand der Wehren festzustellen und Defizite abzustellen.“ Die Übungen würden das tägliche Dienstgeschehen widerspiegeln. „Das sind nicht Großbrände oder Flugzeugabstürze“, so der Stadtbrandmeister.
Der Wettkampf findet jährlich statt, Ausrichter ist immer eine der Ortswehren. Eine der Übungen fand auf dem Gelände der Lufa an der Ammerländer Heerstraße statt, eine weitere am Schuhhaus Spree in Bloherfelde und auf dem Fliegerhorst-Gelände. „Ohne die Unterstützung von Firmen und Institutionen würde es nicht gehen“, betonte Bernhard Möller.
Sechs Spezialgebiete
Die sechs Ortswehren der Freiwilligen Feuerwehren haben 238 Mitglieder, die Berufsfeuerwehr Oldenburg hat 180 Angestellte. „Jede der Ortswehren ist auf ein Gebiet spezialisiert“, erklärt Bernhard Möller. Das sei für die Kameraden aus Haarentor die ABC-Abwehr, für Eversten die Technische Hilfe, für die Ofenerdieker Wasser über längere Wegstrecken zu führen, für Ohmstede die Deichverteidigung, für Osterburg der Sanitätsdienst und für die Kameraden aus Stadtmitte die Information und Kommunikation in Einsatzlagen.
Den Stadtwettkampf am Sonntag konnte die Ortsfeuerwehr Eversten für sich entscheiden.
