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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Ob-Wahl: Stimmungslagen von heiter bis verhalten

29.09.2014
NWZonline.de NWZonline 2015-07-21T17:18:46Z 280 158

Ob-Wahl:
Stimmungslagen von heiter bis verhalten

Oldenburg Großer Beifall und gelöste Stimmung im Café Kurswechsel, als SPD-Kandidat Jürgen Krogmann den vollen Raum in der VHS betritt: Hier sind alle sehr zufrieden, auch wenn es in den zweiten Wahlgang geht. Ex-OB Dietmar Schütz sieht „kein Kampagnenthema, das es noch richtig eng werden lassen könnte“. Auch Ex-OB Dieter Holzapfel hat ein gutes Gefühl: „Ich bin sehr optimistisch. Das klappt!“ So sehen es hier alle. „Bei uns herrscht große Freude über das Abschneiden“, so Fraktions-Chef Bernd Bischoff – und läutete gleich die nächste Phase ein: „Wir werden sehr präsent in den nächsten zwei Wochen auf den Straßen sein.“ Krogmann lobte den „ausgesprochen fairen Umgang der vier Kandidaten miteinander“, freute sich über seine „deutliche Führung“, warnte aber davor, „jetzt leichtsinnig zu werden – wir müssen in der zweiten Hälfte noch ein, zwei Tore schießen, morgen früh geht es für uns gleich weiter.“

Die CDU feierte schon mal in Sichtweite des Rathauses im Caldero ihr Ergebnis von 25 Prozent. Ziele erreicht, so lautete das Party-Motto für diesen Abend. Olaf Klaukien als Vorsitzender wirkte sichtlich erleichtert, dass der parteilose Kandidat Christoph Baak für die Stichwahl gezogen hatte. Ab Montag will man wieder auf Stimmenfang gehen, am Sonntagabend wurde erstmal gefeiert. Auch OB Gerd Schwandner kam vorbei. Die Temperatur im Gewölbe des Caldero ist hoch und die Stimmung prickelnd. So bildet sich schon vor der Tür ein Grüppchen um Olaf Klaukien und schwärmte von dem Kandidaten Christoph Baak, der im Häuserwahlkamp und auf der Straße gut ankomme. Das Ergebnis bestätige, dass man mit der neuen Linie als moderne Großstadtpartei punkte. Daher rührt auch die Hoffnung, bei der Stichwahl aus der Grünen-Ecke Stimmen zu bekommen. „Nur wenn die offiziell zur Unterstützung Krogmanns aufrufen, wird es sehr schwierig.“

„Geschlossene Gesellschaft“ steht im hinteren Bereich des „Havana“, wo sich die Grünen treffen. Es gibt einen dicken Blumenstrauß mit Sonnenblume für die parteilose Kandidatin Dr. Marion Rieken, auch wenn sie es nicht in die Stichwahl geschafft hat. „Natürlich bin ich enttäuscht“, sagt sie, „aber ich nehme auch viele bereichernde Erfahrungen mit.“ Oldenburg sieht sie nun mit anderen Augen. „Ich habe viele Menschen getroffen, die in schwierigen Situationen leben. Da haben wir noch Probleme zu lösen.“ Für eine Kandidaten-Empfehlung sei es zu früh. Helga Wilhelmer, die die Wähler-Initiative Rieken (WIR) gegründet hatte, spricht außer von Enttäuschung auch von einem Achtungserfolg.

Beifall gab es für Heinz Kreuzwieser im „Mephisto“ am Artillerieweg, in dem sich die WFO versammelt hatte. Für eine kleine Wählervereinigung und mit diesen bescheidenen Mitteln sei das mehr als ein Achtungserfolg, sagt Kreuzwieser. „Ich habe sicher kreative Unruhe in den Wahlkampf gebracht und dafür gesorgt, dass einige wichtige Themen intensiver diskutiert wurden, als das sonst der Fall gewesen wäre.“


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