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Arbeiten am Umspannwerk Oldenburg-Mitte Tonnenschweres Paket aus Österreich schwebt an Brüderstraße ein

In die Luft damit: An einem Kran schwebte der neue Trafo für das Umspannwerk an der Brüderstraße ein.

In die Luft damit: An einem Kran schwebte der neue Trafo für das Umspannwerk an der Brüderstraße ein.

Martin Remmers

Oldenburg - Bereits im Herbst vergangenen Jahres war einer von zwei Transformatoren aus dem Umspannwerk Oldenburg-Mitte per Kran herausgehoben worden. Nun ist das Nachfolgegerät da. Am Mittwochmorgen schwebte an der Brüderstraße der rund 68 Tonnen schwere Koloss ein. Der Vorgänger-Trafo, der im Jahr 1971 gebaut worden war, war mit 57 Tonnen noch etwas leichter gewesen als der Nachfolger.

500-Tonnen-Kran

Ein 500-Tonnen-Mobilkran war für die Arbeiten bestellt worden. Mit seiner Hilfe konnte der neue Trafo, der laut EWE eine Leistung von 40/50 Mega-Volt-Ampere hat, an der richtigen Stelle platziert werden. Das bisherige Trafofeld war in den Wochen zuvor innerhalb der bestehenden Mauern abgebrochen und für den neuen Transformator vorbereitet worden. Die Anlieferung erfolgte per Schwertransport auf der Straße. Das Gerät hatte bis Oldenburg eine lange Reise zu bewältigen, wurde es doch im Siemens-Trafowerk in Österreich gebaut. Die Lieferzeit für solche Geräte beträgt zwölf bis 18 Monate.

Bis März soll die Einbindung ins Stromnetz erfolgen. Dann werden laut EWE-Sprecher Volker Diebels wieder zwei von EWE-Netz betriebene Transformatoren das eigene Mittelspannungsnetz (20 Kilovolt) mit dem Hochspannungsnetz (110 Kilovolt) des Betreibers Avacon verbinden. Eine Besonderheit im Vergleich zu anderen Umspannwerken sei, dass die 110 Kilovolt-Anbindung nicht wie sonst üblich über Freileitungen, sondern aufgrund der Innenstadtlage des Umspannwerks unter der Erde erfolge.

Sieben Umspannwerke

Das Stromnetz von EWE-Netz in der Stadt Oldenburg ist über sieben Umspannwerke an das vorgelagerte Hochspannungsnetz angebunden und damit nach eigenen Angaben sehr ausfallsicher. Das heißt, im Fall eines Ausfalls kann die Stromversorgung dank einer gleich siebenfachen Anbindung und eines sehr engmaschigen Netzes meist innerhalb weniger Sekunden oder Minuten schnell über andere Leitungen wieder hergestellt werden – so wie im Fall des aktuellen Stromausfalls in der Nacht zu Mittwoch.

Ein Kran, der für einen Logistikdienstleister in Oldenburg im Einsatz war, ist Mittwochnacht in die Nähe einer Stromleitung gekommen und hat für einen großflächigen Ausfall gesorgt.

TAUSENDE HAUSHALTE DUSTER Kran verursacht Stromausfall in Oldenburg

Chelsy Haß
Oldenburg

Das Umspannwerk Oldenburg-Mitte versorgt den gesamten Innenstadt-Bereich mit Strom. Insgesamt investiert EWE-Netz rund 700 000 Euro in die Anlage.

Patrick Buck
Patrick Buck Redaktion Oldenburg (Stv. Leitung)
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