• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Studenten wollen Image des Tagesaufenthalts verbessern

18.07.2013

Oldenburg Für Obdachlose ist er eine wichtige Anlaufstelle: der Tagesaufenthalt an der Ehnernstraße. Die Einrichtung der Diakonie steht allerdings seit längerem in der Kritik, weil sich vor dem Gebäude die Drogen- und Alkoholikerszene trifft. Darüber ärgern sich nicht nur die Anwohner, sondern auch die Eltern der Kinder aus der benachbarten Heiligengeisttorschule. Teilweise halten sich bis zu 40 Menschen vor dem Gebäude auf (NWZ  berichtete). Um das Image des Tagesaufenthalts zu verbessern, haben Oldenburger BWL-Studenten Marketingkonzepte für die Diakonieeinrichtung entworfen.

An dem Projekt „Service Learning“ beteiligten sich 20 Studenten, die in Gruppen arbeiteten. „Service Learning“ (Lernen durch Engagement) ist eine Unterrichtsmethode, die gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen verbindet. „Mit dem Tagesaufenthalt haben wir bewusst eine Einrichtung ausgewählt, die in der breiten Bevölkerung auf Akzeptanzschwierigkeiten trifft“, erklärt Projektbetreuer Diederich Bakker von der Universität.

„Am Anfang haben wir uns als BWL-Studenten etwas schwer mit dem sozialen Thema getan. Als wir uns aber eingearbeitet hatten, identifizierten wir uns sehr stark mit dem Projekt“, erzählt Arendt Dersch (25). Er und seine Kommilitonen informierten sich nicht nur im Tagesaufenthalt (täglich bis zu 60 Besucher), sie sprachen auch mit den Geschäftsleuten in der Nachbarschaft und den Menschen auf der Straße.

Herausgekommen sind unterschiedliche Konzepte. Gleich mehrere Gruppen entwarfen Flyer (Motto: „Wir sind Nachbarn“), Banner und Plakate, um damit für den Tagesaufenthalt und seine Angebote zu werben. Eine Gruppe engagierte die in Nadorst wohnende SPD-Ratsfrau Gerti Suntrup als Schirmherrin. „Ich kenne die Probleme vor Ort und freue mich, wenn ich helfen kann“, sagt sie.

Eine andere Gruppe regte an, den Wohnungslosen einfache Beschäftigungsmöglichkeiten (z.B. bei Betrieben in der Nähe) zu geben. Für erfolgreich verrichtete Arbeit, so die Überlegung, könnte es Vergünstigungen auf Mittagessen im Tagesaufenthalt geben. Ferner wurde vorgeschlagen, in der Heiligengeisttorschule mit Vorträgen für die Belange der Obdachlosen zu werben.

Diakonie-Sprecher Frek Hinrichs lobte die Studentenkonzepte. „Wir werden die Vorschläge prüfen. Vielleicht können wir die eine oder andere Idee umsetzen.“

Rainer Dehmer Oldenburg / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2106
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.