Oldenburg - Zunächst machten am Montagabend Gerüchte die Runde, dann kam kurz darauf die offizielle Bestätigung: Das Tabularaaza Festival wird nicht wie geplant vom 11. bis 13. August in Wiemerslande vor den Toren Oldenburgs stattfinden. Ihrem Frust machten viele Festivalfans auf Facebook und Instagram Luft.
In einem Video, das unter anderem auf den Social-Media-Kanälen des Festivals gepostet wurde, erläutert Veranstalter Jan Meiners, wie er zu der schwierigen Entscheidung gekommen ist. Der Ticketvorverkauf laufe zu schleppend, der Bezahldienst PayPal halte seit November Geld zurück und Montag sei noch ein Investor abgesprungen. Unter dem Video landeten schnell zahlreiche Kommentare.
Fans sind enttäuscht
Viele TabulaRaaza-Fans zeigen sich enttäuscht, aber dennoch verständnisvoll. „Oh man, die Nachricht ist so traurig. Tut mir echt leid und wünsche dir viel Kraft“, schreibt ein Facebook-Nutzer. Andere zollen dem Veranstalter Respekt für die Entscheidung: „So schade wie es ist, ebenso mutig, die Reißleine zu ziehen. Respekt dafür.“ Auch bei Instagram schlägt dem Veranstalter viel Lob für die transparente Entscheidung entgegen.
Doch viele Nutzer beschäftigt auch eine wichtige Frage: Was ist mit dem Geld? Was mit den bereits gezahlten Eintrittspreisen geschieht, lässt Jan Meiners in dem Videostatement von Montagabend zunächst offen. Am Dienstagmorgen verspricht der Veranstalter auf der Website des Tabularaaza-Festivals, dass er sich mit seinem Team darum kümmern will: „In den nächsten Tagen werden mein Team und ich uns mit höchster Priorität darum kümmern, den Ticketverkauf rückabzuwickeln. Wir werden dazu so schnell wie möglich alle Informationen bereitstellen. Bitte habt etwas Geduld und Verständnis dafür, dass es einige Tage dauern wird, bis wir euch dazu konkrete Infos geben können.“
Spendenaktion will 1,5 Millionen Euro sammeln
Bereits am Montagabend wurde eine Spendenaktion mit dem Titel „Lass uns Tabularaaza retten!“ über die Plattform „Gofundme“ ins Leben gerufen. Nach Informationen dieser Redaktion handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Spendenaktion von den Festivalveranstaltern. Das ambitionierte Spendenziel sind 1,5 Millionen Euro. Bis Dienstagnachmittag (14.30 Uhr) sind rund 3000 Euro zusammengekommen.
