Oldenburg - Nachdem die zweite Männermannschaft des Oldenburger TeV eine Woche zuvor zum Wiederaufstieg in die Oberliga marschiert war, hat eine ganz junge Truppe dafür gesorgt, dass der Verein in einem Jahr dennoch in der Tennis-Landesliga vertreten ist. Eine Teenie-Gang hat den OTeV III (6:2 Punkte, 1. Rang) mit einem 6:0 gegen den TC BW Delmenhorst (3:5, 4.) zum Winter-Meister der Verbandsliga gemacht.
Harmonieren: „Da wächst eine gute Generation zusammen, die gut miteinander harmoniert“, sagte Trainer Daniel Greulich, dessen Schützlingen im engen Kampf um die Spitzenplätze im letzten Spiel ein Unentschieden gereicht hätte. Es wurde aber der zweite Sieg ohne Matchverlust nach dem souveränen Gastspiel bei Schlusslicht Sparta Werlte (1:7, 5.). Den Grundstein für den Aufstieg hatte das jüngste Team der Liga allerdings mit zwei hart erkämpften 3:3 gegen die größten Konkurrenten TV Lohne II (5:3, 2.) und Stadtrivale Polizei SV (5:3, 3.) gelegt.
Dominieren: Mit ausschlaggebend für den Erfolg war sicher die Doppelstärke der Teenie-Gang, die in dem 18-jährigen Ben Heine (Jahrgang 2003) ihren ältesten Spieler hatte. Nur eins der insgesamt acht Doppel ging verloren – und das auch erst im Match-Tie-Break. Insgesamt kamen wie der dominant aufspielende Heine (Einzel: 3:1 Siege, Doppel: 4:0) auch alle anderen eingesetzten Spieler auf eine positive Bilanz. Der 15-jährige Till Möllers (2006 – 2:1, 2:1) war der Jüngste im Team, zu dem außerdem Noel Schöne (2005 – 3:1, 3:1) und Bernhard Freese (2005 – 1:2, 3:0) als Stammkräfte zählten.
Assistieren: Eigentlich sollte auch Mannschaftsführer Paul Hannack (2004) mitwirken. Eine langwierige Verletzung und mehrere Corona-Fälle sorgten aber dafür, dass er zuschauen musste und Hilfe von außerhalb notwendig wurde. Die niederländischen Talente Sven von Dijk (2004 – 1:0, 1:0) und Niels Roemeling (2005 – 1:0, 1:0) sprangen jeweils einmal ein. „Paul ist – soweit es ging – jedes Mal dabei gewesen und hat das Team super unterstützt“, lobte Greulich und ergänzte: „Ein echter Mannschaftsführer.“
Organisieren: Dreimal pro Woche trainieren die fünf Nachwuchsspieler, die sich schon seit sechs bis acht Jahren aufgrund gemeinsamer Einheiten, Spiele und Turniere kennen, mit Greulich. Die Organisation der Auftritte in dieser Saison nahm die Teenie-Gang, die sich in diesem Jahr gegen Mannschaften durchgesetzt hat, gegen die sie in den Jahren zuvor noch jeweils hoch verloren hatte, aber komplett autark ohne die Unterstützung des Coaches. „Das haben sie ganz toll gemacht“, betonte Greulich.
