An diesem Mahl hätte Reformator Martin Luther seine Freude gehabt – zumindest an der Intention der Veranstalter. Denn Tischreden und Reformideen standen bei dem Augustinermönch hoch im Kurs. Am Freitagabend fanden sich etwa 80 Frauen zum Frauenmahl im Lambertussaal in der St.-Lamberti-Kirche an festlich gedeckten Tischen ein. In provokanten und teils visionären Beiträgen stellten Frauen aus Kirche und Gesellschaft Gedanken zum Thema „Die Reformation und die Eine Welt“ vor.
Oft werde vergessen, wie intensiv Frauen der Reformationszeit an denselben Tischen gehört und geredet haben, betonen Dr. Andrea Schrimm-Heins, Frauenbildungsreferentin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg, und Gabriele Rüsch-Tillmanns, Gleichstellungsbeauftragte der oldenburgischen Kirche, in ihrer Einladung. Die Idee zu einem Frauenmahl wurde 2011 erstmals von Marburger Frauen gestaltet und ist inzwischen an vielen Orten in Deutschland verbreitet.
Wulf in Medienanstalt
Der frühere Landtagsabgeordnete Wolfgang Wulf (SPD) ist in die Versammlung der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) berufen worden. Zum ersten Mal nach der Änderung des Mediengesetzes sei jetzt auch ein Vertreter der Bürgersender vertreten, teilte die Geschäftsführerin von Oeins, Wiebke Schneidewind, mit. Zu den Aufgaben der Medienanstalt gehört unter anderem die Zulassung privater Rundfunkveranstalter. Die konstituierende Sitzung hatte am 21. September stattgefunden.
Stiftungen in Sorge
Droht Stiftungen in Deutschland die Altersarmut? – unter diesem Thema stand eine Dialog-Veranstaltung der Stiftungen Nord-West. Die EWE Stiftung veranstaltet das Forum in Kooperation mit der OLB Treuhandstiftung Weser-Ems seit 2007. Neben den Auswirkungen des demografischen Wandels auf Stiftungs- und Vereinsgremien war die anhaltende Niedrigzinspolitik ein Schwerpunkt. Die Experten Lutz Stratmann (Niedersächsische Demografieagentur) und Dirk Schauer (CMS Hasche Sigle) lieferten Impulsvorträge.
