Oldenburg - Die Idee für dieses Projekt gibt es schon lange, an die Umsetzung gemacht hat sich der TuS Bloherfelde aber erst vor kurzem: Die Umgestaltung der Freiflächen an der Sporthalle des Vereins im Stadtteil hat – dank einer Kooperation mit der Jade Hochschule – erste Züge angenommen, die jetzt öffentlich präsentiert worden sind.
Das Projekt
„Wir haben während der Pandemie unsere Außenflächen häufiger genutzt und und deshalb entschlossen, dass wir das Gelände jetzt weiterentwickeln“, berichtet Susanne Möller vom TuS Bloherfelde. Aktuell befinde sich das Projekt aber noch in einer frühen Phase, in der Ideen gesammelt und erste grobe Vorschläge erarbeitet werden.
„Wir sind mit dem Projekt an die Jade Hochschule herangetreten und haben eine Liste mit Vorschlägen abgegeben, die wir gerne umsetzen würden“, erläutert Möller weiter. Das seien zum Beispiel Outdoor-Fitnessgeräte, ein Barfußpfad, ein Wassertretbecken, ein Bolzplatz und Sitzgelegenheiten. Ob und wie sich die Einzelvorschläge realisieren lassen, sei dabei erstmal völlig unklar. „Wir haben lediglich gesammelt und ins Blaue gesponnen und werden sehen, was dabei herauskommt.“
Haben im Zweierteam gearbeitet (von links): Tabita Jacobs und Sabrina Addicks
Wolfgang Alexander Meyer
Im Entwurf von Tabita Jacobs und Sabrina Addicks orientiert sich die Gestaltung des Geländes an dem orangenen Weg durch das Grundstück.
Wolfgang Alexander Meyer
Im Entwurf von Tabita Jacobs und Sabrina Addicks orientiert sich die Gestaltung des Geländes an dem orangenen Weg durch das Grundstück.
Wolfgang Alexander Meyer
Im Entwurf von Tabita Jacobs und Sabrina Addicks orientiert sich die Gestaltung des Geländes an dem orangenen Weg durch das Grundstück.
Wolfgang Alexander Meyer
Der Entwurf von Tabita Jacobs und Sabrina Addicks sieht auch eine Tribüne als Sitzgelegenheit vor.
Wolfgang Alexander Meyer
Sina Eick und Mira Beichle mit ihrem Entwurf, der sich am Wasser am Rande des Geländes orientiert.
Wolfgang Alexander Meyer
Ideensammlung: Der Entwurf von Sina Eick und Mira Beichle hat verschiedene Aspekte im Blick, die für die Umsetzung wichtig sind.
Wolfgang Alexander Meyer
Könnte ein Hingucker werden: Sina Eick und Mira Beichle wollen in ihrem Entwurf den Schriftzug „TUS Bloherfelde“ in Form von großen Sportgeräten auf das Gelände bringen.
Wolfgang Alexander Meyer
Wollen mit ihrem Entwurf möglichst wenige Eingriffe in der Natur vornehmen: Annemarie Wendt, Laura Klaproth und Maria Grever
Wolfgang Alexander Meyer
Beispiel für eine Sitzgelegenheit und einen Barfußpfad auf dem Areal aus dem Entwurf von Annemarie Wendt, Laura Klaproth und Maria Grever.
Wolfgang Alexander Meyer
Verschiedene Bereiche: So stellen sich Annemarie Wendt, Laura Klaproth und Maria Grever eine mögliche Gliederung des Grundstückes vor.
Wolfgang Alexander MeyerEinen ersten Schritt in diese Richtung haben Studentinnen und Studenten aus dem Studiengang Architektur der Jade Hochschule ermöglicht. Sie haben im Rahmen eines Studienmoduls erste Entwürfe gestaltet und dabei auch die Ideen aus dem Verein berücksichtigt. Herausgekommen sind dabei zum Teil sehr unterschiedliche Ergebnisse.
Erste Entwürfe
Tabita Jacobs und Sabrina Addicks war es bei ihrer Arbeit wichtig, die Zugänge zum etwas versteckt gelegenen Gelände besonders zu gestalten. „Damit man einen direkteren Zugang hat“, erklärt Jacobs. Bei der Gestaltung selbst hat für die beiden Studentinnen die Akustik eine große Rolle gespielt.
„Es gibt durch die Umgebung lautere und leisere Bereiche. Deshalb haben wir zum Beispiel an den ruhigeren Stellen die Sitzgelegenheiten und einen Yoga-Bereich geplant. Die Skateanlage als lauteren Bereich haben wir in unserem Entwurf erweitert“, berichtet Sabrina Addicks.
Im Entwurf einer anderen Gruppe wurde besonderer Wert darauf gelegt, möglichst wenig Eingriffe in die Natur vorzunehmen und den Bezug zum Wasser am Rande des Grundstückes herauszuarbeiten. „Uns war aber auch wichtig, dass alle Erweiterungen robust gebaut werden, damit sie nicht dem Vandalismus zum Opfer fallen, der hier ein Problem ist“, berichtet Studentin Laura Klaproth. Im Entwurf, den sie mit Annemarie Wendt und Maria Grever erarbeitet hat, soll die Skateanlage neben der Sporthalle ebenfalls erweitert werden.
Ein dritter Entwurf, erarbeitet von Sina Eick und Mira Beichle, orientiert sich ebenfalls stark am Wasser. Die beiden wollen zum Beispiel eine Yoga-Plattform am Gewässer errichten und einen kleinen Trimm-Dich-Pfad im Uferbereich einrichten. „Wir würden auch gerne die Wege umgestalten und für Fußgänger und Radfahrer separat ausweisen“, sagt Eick. Eine andere Idee der beiden ist, den Schriftzug „TUS BLOHERFELDE“ in so großen Buchstaben auf dem Gelände zu platzieren, dass diese selbst als Sportgeräte genutzt werden können.
Die Umsetzung
„Wir haben heute viele tolle Ideen gesehen“, freut sich Susanne Möller vom Verein. Was davon realisiert werden könne, sei aktuell aber noch vollkommen unklar. Das aktuelle Treffen sei ein erster Austausch gewesen, um über die Entwürfe zu sprechen. Ein weiteres Treffen mit überarbeiteten Entwürfen soll es zum Ende des Semesters geben. Eine Umsetzung wird wohl noch etwas länger dauern.
„Es wäre schön, wenn wir das innerhalb der nächsten fünf Jahre schaffen“, wagt Möller einen vorsichtigen Blick in die Zukunft.
