• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Überraschung für die Kinder

22.05.2019

Wie macht ein Steinkauz, und wo schlafen Rehe? 24 Kinder hatten am Dienstag die Möglichkeit, mehr über den Wald zu erfahren. Eine Woche widmet der Gießelhorster Kindergarten Buntstifte jedes Jahr dem Wald. Dieses Mal gab es eine Premiere: Zum ersten Mal kam Zoologe und Jäger Jens Kleinekuhle aus Oldenburg dazu. Im Gepäck hatte er zahlreiche Felle und Tierpräparate.

Erste Station: Wildschwein. „Die sind viel größer als Hunde und bärenstark“, erklärte Kleinekuhle. Einen Wildschweinschädel hatte er auch dabei und einen etwas kleineren von einem Frischling, einem jungen Wildschwein. Beim Fell wurden die Kinder stutzig: „Das ist ja ein bisschen hart“, wunderte sich ein Mädchen. Das hört sich bei der Fuchsstation dann schon ganz anders an: „Super weich“, fand das die fünfjährige Elnaz.

In drei Gruppen ging Zoologe Jens Kleinenkuhle die Stationen ab. Etwas versteckt befanden sich die ausgestopften Tiere verteilt im Umkreis. „Das können die Kinder eigenständig erkunden“, sagte der Jäger. Einen großen Anhänger mit vielen weiteren Exemplaren hatte er auch dabei, aber den nutzte er nicht. „Das wäre eine völlige Reizüberflutung.“

Weiter ging es mit den Geweihen. Ein ganzer Hirschkopf war auch zu sehen. „Den Hirsch nennt man den König der Wälder und jedes Jahr lässt er sein Geweih fallen“, erklärte Kleinenkuhle. Auf einem Tisch ausgebreitet lagen weitere kleinere Geweihe. Sofort hatten die Kinder sie in den Händen. „Ist das von einem Baby?“ fragte Machmut. „Nein, das ist von einem Reh“, erklärte der Jäger dem Vierjährigen. Auch hier wurde das Fell berührt. „Kratzig“, fand Amelie es. Krähe, Uhu, Wald- und Steinkauz sowie ein Exemplar einer Schleiereule erwartete die Kinder an der letzten Station. Die Kinder lauschten den Geräuschen, die Kleinekuhle vormachte. „So einen haben wir auch bei uns in der Straße“, erkannte ein Mädchen den Ruf eines Uhus wieder.  

„Hört ihr die Vögel?“, fragt Kindergartenleiterin Frauke Schliep-Wilhelms die Jungen und Mädchen. Ein Geräusch, dass bei so vielen Jungen und Mädchen eher selten ist, bereitete sich in der Gruppe aus: Stille. Dann richteten sich einige Köpfe nach oben. „Jaaa ich höre welche“, sagte der vierjährige Machmut.

„Die Kinder hatten gute Vorkenntnisse, das war schon erstaunlich“, freute sich Jens Kleinekuhle nachdem die letzte Runde durch war. Sein Ziel sei es, den Kindern die heimischen Tiere nahe zu bringen. „Zu meiner Schulzeit lernten wir mehr über die Tiere aus Afrika, als über die vor der eigenen Haustür“, erinnerte sich Erzieherin Anja Lichmann-Straten noch. Sie und die übrigen Erzieher begrüßen deshalb das Waldprojekt.

Viele Erkundungstouren folgen noch bis Ende der Woche. Spiele wie Waldmandalas legen oder Waldmemorie warten auf die Kinder und ein Ausmalbuch zum Thema Wald. Eine Spende von 100 Euro kam für das Buch vom Hegering Linswege.

„Viel entspannter sind die Kinder nach einem Tag im Wald“, sagte Kita-Leiterin Frauke Schliep-Wilhelms. So lernten sie, kreativ und spontan buchstäblich Stock und Stein zu Spielzeugen umzufunktionieren. „Wir haben uns das Murmelspiel ausgedacht“, sagte zum Beispiel der vierjährige Tim. Miko hingegen war ganz zufrieden bei seiner Arbeit beim Tippi-Aufbauen. Für ein Problem, was sonst bei Waldspaziergängen gerne mal aufkommt zu beseitigen, fanden die Erziehern jüngst auch eine Lösung:   „Wir haben jetzt eine Waldtoilette“, sagte die Leiterin.

Strahlende Augen im Evangelischen Johannes-Kindergarten Halsbek: Ein langgehegter Wunsch wurde dank einer großzügigen Spende wahr. „Es ist für uns ein Bedürfnis, etwas für das Dorf und die Kinder zu geben“, berichtete Angelika Bartels-Stöhr, die gemeinsam mit ihrem Mann Harm Bartels zur Spendenübergabe in den Kindergarten gekommen war.

Familie Bartels-Stöhr hat der Halsbeker Einrichtung einen Krippenbus für sechs Krippenkinder gespendet. Kirsten Adomeit, Kindergartenleiterin, Carmen Oltmanns und Sonja Carstens vom Förderverein, die Erzieherinnen sowie die Mädchen und Jungen der Krippe waren überglücklich: „Wir werden viele Jahre Freude an dem Gefährt haben“, ist sich Kirsten Adomeit sicher.

Den Kontakt zwischen Familie Bartels-Stöhr und Kindergarten hatte Kirsten Adomeit in der Vorweihnachtszeit hergestellt. Bei einer Anfrage nach Kuchenspenden für die Kindergarten-Weihnachtsfeier sei spontan eine Gegenfrage der Inhaber der Großbäckerei gekommen, ob der Kindergarten eventuell auch größere Wünsche auf dem Herzen habe – und die hatte der Kindergarten. Begeistert nahmen nun die Kinder Platz in dem schicken Bus. „Da geht mir das Herz auf“, strahlte Angelika Bartels-Stöhr bei diesem Anblick und fügte hinzu: „Mir geht es gut dabei, diese Freude zu sehen.“ Familie Bartels-Stöhr wolle mit dieser Aktion ein Zeichen setzen - „dass wir gerne helfen und unterstützen wollen.“

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.