Oldenburg - Mit den Oldenburger Klimatagen wurden am Donnerstag 50 Jahre Universitätsgesellschaft Oldenburg (UGO) und 40 Jahre Energielabor Oldenburg gefeiert. Nach vielen Glückwünschen referierten Dr. Marcel Nicolaus (Alfred-Wegener-Institut) über „Beobachtungen in der Arktis“ und Prof. Dr. Hartmut Graßl über „Wie die Klimaforschung zur globalen Energiewende führte“. Über notwendige Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels diskutierten Stefan Dohler (EWE), Dr. Daniel Kauer (VW), Irina Lucke (Omexon), Dr. Marcel Nicolaus (AWI), Prof. Dr. Astrid Nieße (Offis), Dr. Peter Prinz (Vynova) und Dr. Johannes Teyssen (ehemals EON).
UGO-Vorsitzender Werner Brinker blickte in die Geschichte mit Ratsbeschluss zur Gründung einer Universität in Oldenburg (1959), Gründung eines Förderkreises als UGO-Vorläufer (1964), Gründung der Pädagogischen Hochschule Niedersachsen (1969), Gründung von Universitätsgesellschaft (April 1972) und Universität Oldenburg (Dezember 1973) und Vorlesungsbetrieb (Sommersemester 1974) zurück.
Wesentliches Ziel der UGO sei es seinerzeit wie heute, eine Brücke zwischen Universität und Stadt, Wissenschaft und Gesellschaft zu bauen. Als beispielhafte Impulse für die Zusammenarbeit nannte er das Offis und Cewe sowie das DLR-Institut Vernetzte Energiesysteme und EWE. Dabei sei die UGO immer unterstützend tätig gewesen: So gebe es ohne den seinerzeitigen IHK-Präsidenten und UGO-Vorstand Gerhard Wachsmann keine Physik, kein Energielabor, kein DLR-Institut Vernetzte Energiesysteme. Peter Waskönig habe später die UGO stark ausgebaut und so den wesentlich für den Erfolg der Universität verantwortlichen Präsidenten Michael Daxner unterstützt.
„Immer wieder haben Unternehmerpersönlichkeiten die Chancen erkannt und sich stark engagiert“, lobte Brinker. „Und wir werden diese Unterstützung weiterführen, werden der interessierten Öffentlichkeit Wissenschaft und Forschung in verständlicher Form näher bringen.“ Es brauche Begegnungen, regelmäßigen Informationsaustausch, das Überwinden von Barrieren, das Wecken neuer Interessen, das Blicken über den Tellerrand. Mit den Oldenburger Klimatagen soll künftig an Traditionen angeknüpft werden, relevante Themen in das Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen und den Stellenwert der Nachhaltigkeit in der Wirtschaft deutlich zu machen.
