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Oldenburger verurteilt Familienvater mit Kinderpornos auf dem Rechner erwischt

Franz-Josef Höffmann
Die Polizei kämpft weltweit umspannend gegen die  Kinderpornografie und den  sexuellen Missbrauch.

Die Polizei kämpft weltweit umspannend gegen die Kinderpornografie und den sexuellen Missbrauch.

dpa

Oldenburg - Die Taten sind grauenvoll und zutiefst abstoßend. Ein fünffacher Familienvater aus Oldenburg war im Besitz von Tausenden Dateien mit Kinderpornografie. Am Mittwoch verurteilte das Oldenburger Amtsgericht den 43-Jährigen zu 20 Monaten Haft auf Bewährung. Der Angeklagte gab an, er habe aus Langeweile gehandelt. Er halte sich beruflich häufig im Ausland auf und müsse dort bei jeder Reise zunächst zwei Wochen in einem Quarantäne-Hotel verbringen, erklärte er.

Und so will sich der Angeklagte die Zeit damit vertrieben haben, sich tausendfach Kinderpornografie auf seinen Rechner zu laden. Eigentlich sei er auf der Suche nach Erwachsenenpornografie gewesen, dann aber aus Versehen auf die Seiten mit Kinderpornografie geraten, so der Familienvater.

Extern gespeichert

Doch so entsetzt über die Kinderpornografie, wie der Angeklagte es angab, kann er nicht gewesen sein. Er hatte nämlich die tausendfachen Dateien mit Kinderpornografie auf eine externe Festplatte geladen, anstatt sie zu löschen.

Meldung aus den USA

Im Ausland, im Inland oder sonst wo auf der Welt: Über die Rechte und Unversehrtheit von Kindern wacht seit Jahrzehnten unter anderem das „Nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder“ (NCMEC) in Amerika. Das „NCMEC“ ist eine gemeinnützige Organisation, die 1984 vom Kongress der Vereinigten Staaten gegründet wurde. Das „NCMEC“ durchforstet weltweit die schmutzigen Seiten des Internets, um Sextäter dingfest zu machen, die sich an Kinderpornografie ergötzen und damit den Markt für Kinderpornografie erst schaffen. So stieß das Zentrum auch auf die Internet-Anschrift des Angeklagten.

Es erging dann eine Meldung an das Bundeskriminalamt, von dort zum Landeskriminalamt und dann an die Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Kinderpornografie in Hannover. Und dann dauerte es nicht mehr lange, bis die Oldenburger Polizei an der Tür des Angeklagten klingelte. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung konnten dann die tausendfachen Dateien mit Kinderpornografie bei dem Angeklagten beschlagnahmt und das Verfahren gegen ihn eröffnet werden.

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