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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Verbindung hält wie ein Seemannsknoten

11.03.2014

Oldenburg Erst verursachte eine lose Schraube einen schweren Getriebeschaden, dann musste die Klimaanlage überholt werden, und der Maschinenraum konnte wegen Formaldehyd-Ausdünstungen zeitweise nur mit Atemschutzmasken betreten werden. Die Mängelliste, die die Korvette „Oldenburg“ – das jüngste „Patenkind“ der Stadt – seit ihrer Taufe im Jahr 2007 begleitete, ist lang. Und doch gilt das hochmoderne Schiff mit den vier weiteren Korvetten des Typs K 130 als Stolz der Marine. „Zurecht“, wie Rolf F. Müller, Vorsitzender des Freundeskreises „Korvette Oldenburg“, findet. Dass das Schiff den Namen Oldenburgs über die Meere trage, sei ein Imagegewinn für die Stadt.

Die technischen Probleme verbucht Fregattenkapitän Christoph Otto Ciliax, Kommandeur des 1. Korvettengeschwaders, zu dem die „Oldenburg“ gehört, als „Anfangsschwierigkeiten“,
die überwunden seien. Im Einsatzausbildungsprogramm hätten sich die Schiffe bewährt. Auch Müller, Fregattenkapitän der Reserve, macht sich keine Sorgen: „Die Korvetten sind auf einem guten Kurs.“

Um die Patenschaft für ein Schiff der Bundesmarine hatte sich die Stadt Oldenburg bereits seit 1974 bemüht. „Die enge Verbindung als ehemals zweitgrößte Garnisonsstadt zur Bundeswehr wird durch unser Patenschiff deutlich“, so Oberbürgermeister Gerd Schwandner bei der Indienststellung am 21. Januar vorigen Jahres in Warnemünde. Seine Frau hatte das Schiff am 28. Juni 2007 bei Blohm + Voss in Hamburg getauft.

Crew im Baskets-Trikot

Schon vor der Taufe hatte sich in Oldenburg ein Freundeskreis unter der Führung von Rolf F. Müller gebildet – für den ehemaligen Bürgermeister und Ratsherrn, der früher vier Jahre lang bei der Bundesmarine war, ist das Engagement eine „Herzensangelegenheit“.

Der 82 Mitglieder starke Verein erfüllt die Patenschaft mit Leben. Jährlich sind Teile der 58-köpfigen Crew in der Vorweihnachtszeit in Oldenburg zu Gast, um Glühwein für einen guten Zweck zu verkaufen. Der Freundeskreis betreut die Besatzungsmitglieder auch, wenn sie – wie im Vorjahr – einer Einladung der Stadt zum Besuch von Stadtfest und Kramermarktumzug folgen. Der Freundeskreis hat auch dafür gesorgt, dass die Sportmannschaft der Soldaten mit Trikots der EWE Baskets ausgestattet wurde. „So bekommt die Besatzung einen Bezug zum Namen, den ihr Schiff trägt“, freut sich Müller. Dem Kommandanten, Korvettenkapitän Hilko Klöver, muss das indes niemand mehr erklären: Er ist als Vareler ohnehin Oldenburg eng verbunden.

Am 26.3. gibt’s Labskaus

Ein fester Termin im Jahreskalender des Freundeskreises ist der 26. März, der an die  Schiffskennung der  „Oldenburg“, F 263, angelehnt ist: An diesem Datum veranstaltet der Freundeskreis den  „Korvettentag“ mit Labskausessen, zu dem diesmal Geschwaderkommandeur Ciliax in Oldenburg erwartet wird.

Aktuell verfolgt Rolf F. Müller die Teilnahme der „Oldenburg“ am Einsatz- und Ausbildungsverband 2014. Sie wird dabei dreizehn Häfen in neun Ländern anlaufen. Die „Oldenburg“ ist am 11. Februar in Wilhelmshaven zusammen mit den Fregatten „Hamburg“, „Mecklenburg-Vorpommern“ und „Augsburg“ sowie dem Einsatzgruppenversorger „Frankfurt“ in See gestochen. Vom U-Boot-Jagdmanöver in der Norwegensee über Schießübungen in der Biskaya bis hin zu einer multinationalen Übung im Golf von Guinea reicht dabei das Programm des fünfmonatigen Törns. Ein Sturmtief mit Orkanstärke hat den Verband indes zur Kursänderung gezwungen: Auf dem Weg nach Dublin sollte eigentlich der Polarkreis überfahren werden – für Seefahrer ein besonderes Erlebnis. Wegen der Wetterlage konnte Schottland jedoch nicht nördlich passiert werden, am Montag befand sich die „Oldenburg“ stattdessen auf südlichem Kurs im Englischen Kanal.

Am 11. Mai wird das Schiff zurück in Warnemünde erwartet, Ende Mai ist eine Werftliegezeit in Wilhelmshaven vorgesehen – für Müller die nächste Chance auf einen Bordbesuch.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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