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Verkehr und Wasser in Oldenburg Finanzielle Basis der VWG in Oldenburg gestärkt

Blick in die Fahrzeughalle der VWG.  Nicht nur durch den Neubau eines Busbetriebshofes kommen in den kommenden Jahren hohe Kosten auf das Unternehmen zu.

Blick in die Fahrzeughalle der VWG. Nicht nur durch den Neubau eines Busbetriebshofes kommen in den kommenden Jahren hohe Kosten auf das Unternehmen zu.

Sascha Stüber

Oldenburg - Auf die Verkehr- und Wasser GmbH (VWG) kommen in den nächsten Jahren kostenintensive Projekte zu: Erschließung zusätzlicher Wassergewinnungsmöglichkeiten, Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaneutralität und Neubau eines neuen Busbetriebshofes. Um zur Finanzierung dieser Projekte günstigere Kredite am Kapitalmarkt zu erhalten, ist eine möglichst hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens Voraussetzung. Sie erhöht die Bonität der VWG. Gesellschafterinnen der Verkehr und Wasser GmbH sind die Stadt Oldenburg (74 Prozent) und die EWE Vertriebs GmbH (26 Prozent).

Günstigere Kredite

Und dieses Eigenkapital soll um 3,5 Millionen Euro auf 17,6 Millionen Euro erhöht werden. Damit erreicht das Eigenkapital eine Größenordnung, die es leichter macht, sich zu refinanzieren, hatte Joachim Guttek, Leiter des Amtes für Controlling und Finanzen im jüngsten Finanzausschuss erläutert. Aber auch eingeschränkt: „Ob das reicht, weiß ich nicht.“ Entsprechend der Gesellschafter-Anteile entfallen 2,59 Millionen Euro auf die Stadt und 910.000 Euro auf die EWE. Der städtische Anteil schmälert die angestrebte Verbesserung in der Finanzrechnung, Einsparungen an anderer Stelle sind nicht nötig.

Attraktivität gefragt

Für Ruth Drügemöller (Grüne) ist das eine „vorausschauende Investition“. Die VWG sei wesentlich für die Daseinsvorsorge und „in Hinblick auf die Klimakrise von grundlegender Bedeutung. Die Stadt müsse die VWG als „wichtigstes Instrument für das Einläuten der Verkehrswende“ finanziell und technisch optimal ausstatten. Allerdings könne eine Attraktivitätssteigerung nur gelingen, wenn die Fahrpreise sinken. „Zur Subventionierung der Fahrpreise müssen wir tiefer in die eigene Tasche greifen, nicht in die der Bürger.“

Auch Jonas Höpken (Die Linke) nutzte die Aussprache im Rat – der die Kapitalerhöhung letztlich einstimmig beschloss – dafür, das Unternehmen in die Pflicht zu nehmen: „Die VWG muss ihre Politik ändern und zeitgemäß gestalten. Sie fällt immer dadurch auf, dass sie betont, was nicht geht.“ Gerade im Verkehrsbereich müsse aber auch kundenorientierter gedacht werden: kostenfreier Busverkehr im Advent oder eine Ringverbindung, die kürzere Verbindungen zwischen den Stadtteilen schafft, nannte er als Beispiele.

Markus Minten
Markus Minten Stadt Oldenburg und Ammerland (Leitung)
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