NWZ
-Leser die Perspektive wechseln. Bei exklusiven Hafenrundfahrten mit einem Börteboot winkten die Gewinner derNWZ
-Verlosung den Fußgängern zu, während sie ganz gemütlich ihre Stadt vom Wasser aus kennenlernten.Wasserscheu zeigte sich dabei natürlich niemand. Auch nicht die sechsjährige Pia, die von ihrer Erfahrung mit der Seefahrt berichtete. Ich bin zum Beispiel schon mal mit einem Kutter nach Spiekeroog gefahren. Da machte ihr die Tour auf den Oldenburger Gewässern selbstverständlich keine Angst.
Brauchte sie auch nicht haben, denn die Gäste konnten auf die Erfahrungen ihrer Begleiter vertrauen. Holger Zimmermann, Kapitän im Ruhestand, hatte das Ruder stets im Griff. Michael Köhler, der früher ebenfalls auf Schiffen tätig war, dafür die Zuhörer. Früher sind wir beide auf Hoher See gewesen, nun sind wir aber schon lange im Hafen der Ehe, flachste er.
Während Zimmermann wortkarg aber routiniert das Börteboot Marianne auf Kurs hielt, war Köhler als Reiseführer im Einsatz. Oldenburg ist ein Seehafen, wegen der direkten Anbindung ans Meer, erklärte er zum Beispiel. Vom Hafenbecken ging es einmal stromab unter der Eisenbahnbrücke hindurch. Auf dem Weg erklärte Köhler, was es an Steuer- und Backbord jeweils zu sehen gab oder mal geben wird. Die Bebauung trägt derzeit nicht gerade zur Belebung des Hafenbereichs bei, merkte er an. Er erwähnte aber die Pläne für neue Projekte, die dem Gebiet einen Schub geben sollen.
Später ging es weiter durch den Küstenkanal und zum alten E-Werk. Das ist sehr interessant. Die eigene Stadt kennt man gar nicht aus dieser Perspektive, freute sich Rita Göthert über die Fahrt. Ihre Tochter hatte für sie beim Gewinnspiel mitgemacht und ihr so den Ausflug zum Muttertag ermöglicht. Auch Marion Hattwig und Anne Moysich gefiel die Aussicht vom Wasser auf die Uferpromenade. So lernt man Ecken kennen, die man sonst gar nicht sieht, sagte Moysich.
Nach knapp einer Stunde steuerte Zimmermann das Börteboot zurück zum Anleger. Von Bord gingen viele glückliche
