Oldenburg - „Wiederaneignung“ ist das Wort, unter dem am Freitag ein Kulturfestival in der Oldenburger Innenstadt begonnen hat. Denn so kann man den Titel der Veranstaltung, der „re:claim“ lautet, übersetzen. Nach zwei Jahren Pandemie sind die Veränderungen in den gesellschaftlichen und urbanen Räumen nicht mehr zu übersehen. Das Oldenburger Kollektiv „The Hidden Art Project“ hat das zum Anlass genommen, eine leerstehende Immobilie an der Achternstraße 15-16 zu einem Ort der kreativen Wiederaneignung zu verwandeln.
Möglich gemacht hat das die Agentur „Raum auf Zeit“, die sich darauf spezialisiert hat, Räume für Künstler zur Zwischennutzung zu finden. Denn noch vor einigen Monaten gab es in dem Gebäude Kleidungsstücke des Modelabels „Camp David“ zu kaufen. Jetzt werden hier Kunstwerke von 33 Künstlern aus der Region und aus dem Ausland gezeigt, die man noch bis zum 26. Juni sehen kann.
Arbeiten mit Augmented Reality (erweiterte Realität): Die niederländischen Brüder Phillip Odango Ekwara-Osire (links) und Frederick Opio Ekwara-Osire (rechts), hier mit Sven Müller von „The Hidden Art Project“ (Mitte).
Wolfgang Alexander Meyer
Große Lichtinstallation: Das Werk von Sven Müller befindet sich im Eingangsbereich des Gebäudes.
Wolfgang Alexander Meyer
Bis zum 26. Juni geöffnet: Die Ausstellung „re:claim“ an der Achternstaße in Oldenburg.
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Bis zum 26. Juni geöffnet: Die Ausstellung „re:claim“ an der Achternstaße in Oldenburg, hier mit Werken von Lars Röper und Timo Willen.
Wolfgang Alexander Meyer
Platz für Ideen: Auf dieser große gelbe Fläche können Besucher Kommentare mit ihren Ideen zur Nutzung der Innenstadt hinterlassen.
Wolfgang Alexander Meyer
Echte Hingucker: Die Masken der griechischen Künstlerin Niovi Boliaki.
Wolfgang Alexander Meyer
Echte Hingucker: Die Masken der griechischen Künstlerin Niovi Boliaki.
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Echte Hingucker: Die Masken der griechischen Künstlerin Niovi Boliaki.
Wolfgang Alexander Meyer
Werden ebenfalls gezeigt: Abdrücke der Masken der griechischen Künstlerin Niovi Boliaki.
Die Brüder Phillip Odango und Frederick Opio Ekwara-Osire aus Groningen in den Niederlanden arbeiten unter anderem mit sogenannter „Augmented Reality“ (zu deutsch: erweiterte Realität). Zusammen mit dem aus Hongkong stammenden Künstler Chi Him Chik haben sie eine Installation entworfen, bei der Besucher selbst Teil des Kunstwerkes werden können, indem sie von einer Kamera gefilmt und auf einem Monitor verfremdet dargestellt werden.
Ein echter Hingucker sind die Masken, die Niovi Boliaki aus Griechenland gestaltet hat oder die Graffiti-Werke von Christoph Fuhrken, der aus Oldenburg stammt – um nur einige Beispiele zu nennen. Neben den Kunstwerken gibt es ein Rahmenprogramm, darunter die Podiumsdiskussion zum Thema „Strukturwandel in Innenstädten“, die vom Stadtmuseum für Sonntag, 19. Juni, 16 Uhr organisiert wird.
Geöffnet ist die Ausstellung jeweils von 12 bis 24 Uhr. Der Eintritt ist frei, Spenden für die Künstler sind möglich.
