Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Nach Kritik an Stadion-Plänen „Verwunderung“ im Oldenburger Rathaus über Bund der Steuerzahler

Das Alte Rathaus in Oldenburg

Das Alte Rathaus in Oldenburg

Archiv

Oldenburg - Die Stadtverwaltung hat nach eigenen Angaben auf die Kritik des Bunds der Steuerzahler (BdST) am geplanten Stadion-Grundsatzbeschluss „mit Verwunderung“ reagiert, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heißt. Den Vorwurf der geschönten und unvollständigen Kostenberechnungen weist Oberbürgermeister Jürgen Krogmann darin zurück. „Bei dem für den 27. Februar geplanten Grundsatzbeschluss im Rat geht es um das Ob“, stellt Krogmann klar. „Das Wie steht erst im Oktober auf der Tagesordnung.“

Der Rat muss über ein neues Fußballstadion an der Maastrichter Straße entscheiden. Nun bringt der Bund der Steuerzahler deutlich höhere Kosten und Zuschüsse ins Spiel.

STADIONBAU IN OLDENBURG Steuerzahlerbund rügt Stadt und warnt Rat

Markus Minten
Oldenburg

Ohne einen positiven Grundsatzbeschluss könne man kein klares Signal an den Deutschen Fußball-Bund senden, das dem VfB Oldenburg in dem im März stattfindenden Lizenzierungsverfahren für die kommende Saison helfe und eine grundlegende Lösung für eine drittligataugliche Spielstätte in Aussicht stelle. „Erst wenn wir durch dieses Ratsvotum einen Planungsauftrag erhalten, können wir im nächsten halben Jahr intensivere Betrachtungen vornehmen“, verdeutlicht Krogmann. Es sei klar kommuniziert worden, dass die konkrete Entwurfsplanung inklusive aller Kosten erst mit Vorliegen des Grundsatzbeschlusses entwickelt werden könne.

Renommiere Experten

Die derzeit vorliegenden Wirtschaftlichkeitsanalysen basierten auf Daten einer renommierten Planungsmanagement- und Projektberatungsgesellschaft, die über umfassendes Wissen im Planungs- und Bauwesen und über internationale Erfahrungen in der Sportstätten- und Eventplanung verfüge, so die Stadt weiter. Der momentane Stand der Berechnungen und der zugrunde gelegten Zinsszenarien stamme aus dem Spätsommer 2022. Das zusätzliche Zinsszenario von 3,5 Prozent sei Anfang 2023 hinzugefügt worden. Die seinerzeitigen Entwicklungen beziehungsweise Baukostensteigerungen und Finanzierungsmodalitäten seien bis zum dritten Quartal 2022 berücksichtigt worden.

In seinem Schwarzbuch prangert der Bund der Steuerzahler öffentliche Verschwendung an.

VOR RATSENTSCHEIDUNG ZUM STADIONBAU Bürgerinitiative begrüßt Kritik des Steuerzahlerbundes

Oldenburg

Mit Risikopuffer

Für die endgültige Entscheidung im Oktober 2023 über einen Stadion-Neubau werden dem Rat aktualisierte und angepasste Kosten- beziehungsweise Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgelegt, heißt es von Finanzdezernentin Dr. Julia Figura. Ein Risikopuffer beziehungsweise eine Position für „Unvorhergesehenes“ sei aber bereits in der aktuellen Berechnung für den Stadion-Neubau enthalten, werde auch künftigen nochmals überprüft und gegebenenfalls angepasst.

Eine Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem EU-Beihilferecht werde man ebenfalls klären, heißt es weiter von der Dezernentin. Dass das Projekt unter bestimmten Voraussetzungen zur Notifizierung bei der EU-Kommission angemeldet werden müsse, „ist uns bekannt. Die beihilferechtliche Prüfung wird Teil der weiteren Ausarbeitung sein“.

So könnte es aussehen. Über ein neues Stadion wird in Oldenburg schon lange diskutiert.

STADION-DEBATTE IN OLDENBURG Neues Stadion für Oldenburg ist bereits seit Jahren Thema – Eine Chronologie

Nils Coordes
Oldenburg
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Wird als erste Zeugin im Untersuchungsausschuss angehört: Finanz-Staatssekretärin Sabine Tegtmeyer-Dette (Grüne)

SITZUNG MEHRFACH UNTERBROCHEN Untersuchung zur Beförderung in Weils Staatskanzlei beginnt mit Eklat

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Meinung
Am 3. Mai ist Tag der Pressefreiheit.

TAG DER PRESSEFREIHEIT Vom Glück, in einem freien Land zu leben

Ulrich Schönborn
Oldenburg
Auf Borkum wurden Ende April rund 20 Säcke mit bislang unbekanntem Inhalt angeschwemmt.

WAS WURDE ANGESCHWEMMT? Borkumer Drogenfund bleibt ein Rätsel

Axel Pries
Borkum
Symbolbild

UNFALL IN OLDENBURG Angetrunkener Radfahrer von Auto erfasst – schwer verletzt

Oldenburg
Symbolbild

TÖDLICHER UNFALL IN FRIESLAND Autofahrer erfasst mit Pkw 64-jährige Pedelecfahrerin

Jeversches Wochenblatt
Varel