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Auswärtsspiel bei 1860 München VfB Oldenburg stellt sich mit Mut und 400 Fans dem Aufstiegsfavoriten

Spielte gegen Meppen in der Liga Rechtsaußen, im Pokal im defensiven Mittelfeld:  Dominique Ndure (rechts) geht in den Zweikampf mit Marvin Pourie.

Spielte gegen Meppen in der Liga Rechtsaußen, im Pokal im defensiven Mittelfeld: Dominique Ndure (rechts) geht in den Zweikampf mit Marvin Pourie.

Imago

Oldenburg - Rund 800 Kilometer liegen mit dem Auto zwischen Oldenburg und München – je nachdem welche Route man nimmt. Knapp 400 Fußballfans aus dem Norden hält diese weite Reise in den Süden der Republik jedoch nicht davon ab, den VfB Oldenburg an diesem Samstag (14 Uhr, live im NDR) bei 1860 München im Stadion an der Grünwalder Straße zu unterstützen, wenn der Drittliga-Aufsteiger bei einem Top-Favoriten auf den Zweitliga-Aufstieg gastiert. Die Gastgeber vermeldeten am Freitag dann auch: Die Partie ist ausverkauft, 15000 Fans werden erwartet. „Das ist schon eine tolle Resonanz, die uns stolz macht. Wir freuen uns auf eine Atmosphäre, die besonders sein wird“, sagt Sebastian Schachten zu dem vergriffenen Gästekontingent.

Traf zuletzt mit 1860 München in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Borussia Dortmund: Yannick Deichmann (links) wird hier von BVB-Nationalspieler Nico Schlotterbeck abgegrätscht.

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Lars Blancke

Zietarski und Schmidt wieder fit

Der Sportleiter des VfB freut sich nicht nur auf die Stimmung, sondern auch über zwei Rückkehrer. Die in den vergangenen Wochen fehlenden Mittelfeld-Achsen Robert Zietarski (Knie) und Marten Schmidt (Hüfte), die sowohl beim 1:1 zum Liga-Auftakt gegen den SV Meppen als auch beim 5:0-Coup im Landespokal bei den Emsländern im Kader fehlten, „haben diese Woche voll trainiert“, berichtet Schachten, und stehen damit im Aufgebot. Auch der im Pokal geschonte Abwehrchef Marcel Appiah hat keine Probleme mehr, er wird die Oldenburger Defensive wieder dirigieren. Sicher fehlen werden weiterhin die Langzeitverletzten: Ayodele Adetula (Knie), Patrick Möschl und Pascal Richter (beide im Aufbautraining).

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1860 MÜNCHEN GEGEN VFB OLDENBURG Bruderduell zwischen Leon und Yannick Deichmann

Wolfgang Wittig Lars Blancke
Oldenburg

Abwarten auf Transfermarkt

Nichts Neues gab es derweil in den vergangenen Tagen vom Transfermarkt. VfB-Trainer Dario Fossi hatte kurz vor dem Meppen-Doppelpack den Wunsch nach drei weiteren Verstärkungen geäußert – im Sturm, in der Mittelfeldzentrale und auf der offensiven Außenbahn. „Dario hat natürlich seine Wünsche, das ist ganz normal und verständlich“, sagt Schachten. Die wirtschaftlichen Herausforderungen des VfB seien aber hinlänglich bekannt, also müsse es bei möglichen Zugängen auch „von den Rahmenbedingungen“ her passen. „Wir sind zudem überzeugt von unseren Jungs. Klar, wir halten die Augen offen und sondieren den Markt. Aber wir machen uns da keinen Stress“, betont der Sportleiter. Das Transferfenster sei noch bis zum 31. August geöffnet, bei vereinslosen Spielern sogar darüber hinaus. „Wenn wir von einem Spieler alle überzeugt sind, dann sind wir schnell handlungsfähig“ unterstreicht Schachten.

Flutlicht ist im Profifußball unerlässlich.

VFB OLDENBURG GEGEN ELVERSBERG Erstes Flutlichtspiel im Marschwegstadion kann kommen

Patrick Buck
Oldenburg

1860-Trainer mahnt

Erst einmal liegt ohnehin der Fokus auf der Herkulesaufgabe an der Grünwalder Straße. „Ich möchte eine Mannschaft sehen, die mutig auftritt, die sich reinhaut, und letztlich da weitermacht, wo sie zuletzt aufgehört hat“, beschreibt Schachten die übergeordneten Ziele, weiß aber auch: „Mit 1860 wartet eine absolute Top-Mannschaft auf uns.“ Dass der 5:0-Erfolg im Emsland auch in der Liga angekommen ist, verdeutlichen indes die Aussagen von „Löwen“-Trainer Michael Köllner. „Die hatten nach hinten Probleme in der Staffelung, das hat der VfB eiskalt ausgenutzt. Oldenburg weiß also, wie sie ein schlechtes Pressing ausspielen“, warnt Köllner. Er habe sein Team „akribisch“ auf den Gegner vorbereitet, vor allem das Oldenburger Pressing gelte es, zu umspielen. Dass der Favorit zurückhaltend agiert, ist gleichwohl nicht zu erwarten: „Wir werden sicher nicht an der Mittellinie warten und schauen, was Oldenburg macht. Aber wir werden auch nicht blind attackieren.“

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion
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