Baskets-Geschäftsführung äußert „starke Bedenken“ bezüglich des geplanten Standortes

Ich bin schlichtweg fassungslos über die Äußerungen der EWE-Baskets-Geschäftsführung in ihrem Brief an die Politik. Ein Verein, der zweimal mit sehr viel Steuer- und Sponsorengeld eine neue Arena bezahlt bekam, kann sich mit so einem Brief nur ein Eigentor schießen. Die vorgebrachten Argumente sind durch Machbarkeitsstudien längst widerlegt. Die Tatsache, dass man in seiner Stellungnahme auch noch darauf hinweist, dass der Brief ja nicht für die Öffentlichkeit bestimmt war, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ganz offensichtlich hat man in der Chefetage der Baskets Sorgen vor dem VfB Oldenburg als Konkurrent und Zuschauermagnet und möchte das nicht offen zugeben.

Diese lächerliche Kritik kurz vor Toreschluss einer jahrelangen Diskussion kostet die Baskets viel mehr Zuschauer als der VfB ihnen je genommen hätte. Liebe EWE Baskets, Konkurrenz belebt das Geschäft!

Johannes Baumann Rhauderfehn/Backemoor

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Man hat als Leser der NWZ ja schon mit dem Kopf geschüttelt, als Hermann Schüller allen Ernstes behauptete, die EWE-Baskets hätten die neue EWE-Arena gar nicht gewollt. Warum beleidigt er die Intelligenz der Leserschaft? Der jetzige Brandbrief der Baskets ist peinlich: Wer diese Erfolge eingefahren hat, der hat das nicht nötig. Er zeigt statt Größe profanen Futterneid. Ein Oberzentrum Oldenburg braucht alle unsere Vereine mit ihren Leistungssportlern. Solche provinziellen Attitüden helfen nicht weiter. Sie wirken eher peinlich und ein Stück weit unwürdig.

Matthias Baumann per E-Mail

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Ich finde es eine absolute Frechheit, dass die Baskets Einfluss auf den Stadionneubau des VfB nehmen wollen, anstatt in einen sportlich fairen Wettbewerb um die Oldenburger Zuschauer und Sponsoren gegen den VfB einzusteigen. Konkurrenz belebt das Geschäft und die Baskets tun gut daran, nach Platz 11 in der letzten Saison und dem Ende der Ära Paulding, ihre eigenen Probleme zu lösen, als sich Gedanken über die Spielstätten des VfB und die eventuelle Parkplatzsituation bei Parallelveranstaltungen zu machen.

Besonders unsportlich daran ist, dass die Stadt Oldenburg und die Weser-Ems-Hallen GmbH den Baskets zwei Spielstätten hingestellt hat. Die kleine EWE-Arena wurde 2005 für schlappe neun Millionen und die große EWE Arena für 2013 für sportliche 27 Millionen gebaut haben. Anstatt für diese insgesamt 36 Millionen dankbar zu sein, möchten die Baskets jetzt offenbar den Mitbewerber VfB Oldenburg klein halten und fürchten um ihr Geschäftsmodell und ihre Vormachtstellung?!

Ich persönlich empfinde das als übles Foulspiel und kann jeden Zuschauer verstehen, der nach ungezählten Basketballjahren mit fast ausschließlich ausländischen Profis samt zwei Bankdrückern mit deutschen Wurzeln nun Lust auf Drittligafußball hat. (...)

Adrian Hoppe Oldenburg

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Nach dem Wegzug der EWE Baskets aus der Halle am Haarenesch (die damaligen Gründe dafür sind meines Erachtens denen, die gegen eine aktuelle Weiternutzung des Marschwegstadions für Profisport sprechen, nicht unähnlich gewesen) hat es sich der kommerzielle Ableger des OTB-Basketballs an den Weser-Ems-Hallen nunmehr rund zwei Jahrzehnte in mittlerweile zwei Arenen gutgehen lassen. Diese vor allem infrastrukturellen Vorzüge einem Verein, der sich durch jahrelange harte, zuletzt offensichtlich seriöse und passionierte Arbeit aus der sportlichen Bedeutungslosigkeit gekämpft hat und sich jetzt zurecht Hoffnung auf einen Verbleib im Profifußball macht, verwehren zu wollen, ist grob unsportlich und an Selbstgerechtigkeit kaum zu überbieten! Als brennender VfB-Fan und sportbegeisterter Oldenburger gönne und wünsche ich dem VfL, den Baskets und dem VfB eine sportlich und auch wirtschaftlich erfolgreiche Koexistenz in Donnerschwee.

Erfreulich ist für mich der bislang sachliche und besonnene Umgang der Stadt und der NWZ mit dem doch sehr unerfreulichen und vom Zeitpunkt irritierenden Vorstoß der Baskets Geschäftsführung.

Kai Nienaber Oldenburg

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Die zukünftige Nutzung der vorhandenen und geplanten Parkflächen, unter anderem für das geplante neue Fußballstadion scheint nicht mit allen Teilnehmern ausreichend geklärt zu sein. Das Problem betrifft jedoch nur die Autofahrer. Die Radfahrer und ÖPNV-Nutzer sind durch den ZOB und den Hauptbahnhof sehr zufrieden mit dem gewählten neuen Standort.

Bei einem hohen Bedarf wird bei uns die Nachfrage über den Preis geregelt. Das kennt jeder, aber viele Autofahrer sind nicht einsichtig. Mit zeitnahen, flexiblen Parkgebühren und digitaler Verkehrslenkung kann man nicht nur die Innenstädte menschengerechter gestalten, sondern auch das Umfeld der Weser-Ems-Halle.

Bei einem hohen Bedarf durch zeitgleiche Veranstaltungen können die hohen Parkgebühren zusätzlich kurzfristig gestaffelt werden, nach der jeweiligen Anzahl der Personen im PKW. Mit den Einnahmen könnte die Stadt das schon mal leise angedachte Parkhochhaus bei der WE-Halle finanzieren. (...)

Herbert Specht Oldenburg

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Ich bin Uroldenburger, fußballbegeistert, aber auch für Basketball und Handball interessiert. Ich finde es peinlich, was Sie erst jetzt, durch die Veröffentlichung ihrer Bedenken gegen den Bau eines neuen Stadions aufwirbeln. Alle Sportarten in Oldenburg lebten bis jetzt friedlich nebeneinander. Auch unterstützten die Sportarten sich untereinander. Als Fan ist man nah bei seinen Sportlern. Das ist und war das tollste hier in Oldenburg.

Der Bericht aus der NWZ hat mich erschüttert. Sie legen erst jetzt – wo doch die Frage nach einem neuen Stadion seit Jahren schon besteht und die Entscheidung kurz bevor steht – Bedenken gegen den Bau eines neuen Stadions ein. Meines Erachtens hat das mit Zusammenarbeit nichts mehr zu tun. Es scheint nur um Profit bei Ihnen zu gehen. Ich als Oldenburger (...) brauche ehrlichen Sport. Wo es um gegenseitige Unterstützung geht. Ein Profitdenken (...) ist hier nicht angebracht.

Joachim Strehle Oldenburg

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„Maastrichter Straße ist klarer Favorit“

Ich möchte zu dem Bericht (...) folgendes als betroffener Anwohner im Stadtteil Donnerschwee hinzufügen. Man hat jetzt schon mit den Themen zu tun, wenn Großveranstaltungen in der EWE-Arena beendet sind und der abfließende Verkehr sich durch die Donnerschweer Straße quält! Denn aus den Nebenstraßen dann herauszukommen ist gänzlich unmöglich, es sei denn, man wählt einen Umweg oder nutzt die vereinzelten Bedarfsampeln.

Sollte nun eine weitere Sportstätte im Stadtteil entstehen, wird dieses sicherlich nicht leichter, sondern eher schwerer! Dass diese wichtigen Aspekte mit berücksichtigt wurden bei den im Artikel genannten Untersuchungen/Studien, wage ich zu bezweifeln.

Oldenburg ist lebenswert und sollte es auch bleiben! Und nicht für die Anwohner durch Schaffung zusätzlicher negativer Umwelteinflüsse das ganze erschweren. Mal abgesehen davon, dass der anreisende und abreisende Verkehr zusätzlich zur Schadstoffbelastung beiträgt. Wie war das Thema mit der Umwelt? Wir sind mittlerweile in der Last Generation angekommen und sollten alles dafür tun, die Umweltbelange in den Vordergrund zu stellen! Sicherlich kommen weitere Verkehrseinschränkungen durch den Abriss und Neubau der Huntebrücke hinzu, die auch zu einer Potenzierung der Verkehrsverhältnisse führen!

Marcus Hansen Oldenburg