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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg

Vom Baracken-Lager zur Vorzeige-Klinik

07.05.2009

OLDENBURG Es waren steinerne Baracken aus der Dänenzeit, in denen am 1. März 1784 die Geschichte des Klinikums Oldenburg begann: Auch wenn von einem Krankenhaus – etwa mit hygienischen Ansprüchen – nicht wirklich gesprochen werden konnte, liegt in diesem „Institut zur Verpflegung kranker Hausarmer“ der Ursprung. Daher feiert das Klinikum am Sonnabend, 9. Mai, ab 11 Uhr dieses Jubiläum.

Die Krankenhausgeschichte hat in diesen 225 Jahren einige Stationen aufzuweisen. Schließlich geht es um die Entwicklung von mehr oder minder Armen- und Siechenbaracken auf dem Waffenplatz bis hin zu einem modernen, großen Klinikum in Kreyenbrück.

Akribische Forschung

Nicht zuletzt den akribischen Forschungen des Oldenburger Mediziners Dr. Peter Tornow, Jahrzehnte lang Chef der Kardiologie in den Städtischen Kliniken, ist es zu verdanken, dass diese Keimzelle der Oldenburger Medizingeschichte aufgedeckt wurde. 1991 war es, als er in dem Buch „150 Jahre Peter Friedrich Ludwigs-Hospital – Die Geschichte der Städtischen Kliniken Oldenburg seit 1784“ – aufarbeitete.

Bis dahin war die Grundsteinlegung des PFL im Jahr 1838 als Gründungsjahr des Klinikums gerechnet worden. „Die Wurzel der Krankenanstalten in Oldenburg liegt jedoch tiefer in der Vergangenheit verborgen als bisher angenommen“, schreibt Tornow. Eben bei jenen Baracken auf dem Waffenplatz, für deren Unterhaltung die herzogliche Familie jährlich 159 Reichstaler und 21 Oldenburger Grote zahlte.

Es war überdies eine frühe Form des wohltätigen bürgerschaftlichen Engagements, das zu der Einrichtung der Krankenbaracken geführt hatte. In den damals wöchentlich erscheinenden „Anzeigen im Oldenburgischen“ war am 23. Februar zu lesen: „daß eine ansehnliche Gesellschaft edelgesinnter Menschenfreunde sich vorgenommen habe, ein Institut zur Verpflegung kranker Hausarmer nach dem Muster der bekannten Hamburgischen Anstalt allhier zu errichten und zu diesem Ende schon eine beträchtliche Summe subskribiert habe“. In die Baracken wurde übrigens niemand mit chronischen und unheilbaren Krankheiten aufgenommen.

Dort herrschten katastrophale hygienische Zustände. Und so hatte Peter Friedrich Ludwig (1755–1829) die Notwendigkeit, ein Krankenhaus zu bauen, früh erkannt. Allerdings konnten diese Pläne erst nach dem Tod des Herzogs verwirklicht werden.

Vor den Toren der Stadt

Man fand einen Platz vor den Toren der Stadt an der sogenannten Haarenschanze, die zuvor als Gartenland verpachtet war. Am 27. November 1838 wurde der Grundstein gelegt. 1841 wurde das Peter Friedrich Ludwigs-Hospital mit 138 Betten feierlich eingeweiht.

Schon bald musste angebaut werden, bis 1910 kam es zu mehreren An- und Umbauten, später wurde an der Wilhelmstraße erweitert, etwa das Logenhaus (die heutige Synagoge).

1876 wurde direkt neben dem PFL das Elisabeth-Kinderkrankenhaus mit 26 Betten eröffnet und bereits 1910 auf 40 Betten erweitert. Mehr als 40 Jahre sollte es an diesem Standort bleiben.

Sabine Schicke
stv. Redaktionsleitung
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2103

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PFL | Klinikum Oldenburg

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